Geschichte des TSV Heinsheim 1911

Die Abteilungen stellen sich vor

Von der alten Kelter bis zu Josef-Müller-Halle

Mit Beginn der Vorbereitungen zum 100-jährigen Vereinsjubiläum wurde auch der Gedanke geboren in der neuen Festschrift die Geschichte des TSV Heinsheim in neue Worte zu fassen. Als wertvolle Quelle diente die Festschrift zum 75-jährigen Jubiläum von Uschi Zimmermann, die Chronik des TSV Heinsheim von Walter Reinig, die Abteilungsinformationen der aktuellen Abteilungsleitungen sowie natürlich Erzählungen und Geschichten von älteren Vereinsmitgliedern. Linda Schädler, Claudia Dreiseitl, Brigitte Ludwig und Manfred Schädler haben all diese Dokumente zusammen getragen, bearbeitet und zusammen mit vielen alten und neuen Bildern diese neue umfassende Vereinschronik geschaffen, die in der Festschrift 2011 veröffentlich wurde.

 

Hinweis: Im Moment liegen die Bilddateien, die in den Texten erwähnt sind noch nicht vor. Diese werden aber Zug um Zug eingebracht, sodass in naher Zukunft diese Ausgabe mit der gedruckten Festschrift übereinstimmt.

Wir bitten um etwas Geduld!

 

 

Geschichte des TSV Heinsheim 1911     

 

Die Gründungsjahre

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war es der legendäre Turnvater Friedrich Ludwig Jahn, der in den Menschen das Bewusstsein für die Wichtigkeit körperlicher Betätigung weckte. Man schrieb das Jahr 1810, als er den ersten Turnplatz mit selbsterfundenen Geräten wie Barren und Reck errichtete.

Es sollte jedoch ganze 100 Jahre dauern, ehe diese Woge der „Frisch-Fromm-Fröhlich-Frei-Bewegung“ nach Heinsheim überschwappte. Der Wunsch nach regelmäßigem organisiertem Sportbetrieb rief schließlich im Jahr 1911 engagierte Männer der Gemeinde auf den Plan, und so wurde der Turnverein Heinsheim aus der Taufe gehoben. Gründungsmitglieder waren unter anderem Fritz Bräcklein, Theodor Frei, Wilhelm Kipp, Erwin Müssig, August Osterberger, Wilhelm von Racknitz, Heinrich Sälzer, Ludwig Straßner und Johann Volz.

Bild 001: Athletik-Riege im Schloss Heinsheim

Nur drei Jahre konnten sich die Sportler ihrer Leidenschaft, vorwiegend dem Geräteturnen, widmen. Nach Ausbruch des ersten Weltkrieges mussten viele den Holm gegen die Waffe tauschen. Die Schrecken und Wirren des Krieges waren gerade erst verblasst, da nahmen die Turner – damals waren nur Männer als Mitglieder im Turnverein zugelassen – unter der Führung des 1. Vorstandes Jakob Siegel ihre Übungsstunden wieder auf. Es wurde eine umfassende Satzung ausgearbeitet mit insgesamt 33 Paragraphen und einer ergänzenden Turnordnung, die 1920 durch Hermann Stein in Bad Rappenau gedruckt wurde.

Der Zweck des Vereins war dem Zeitgeist entsprechend formuliert:

Bild002: Zweck des Turnvereins

„Der Zweck unseres Turnvereins ist, durch gemeinschaftliche körperliche und geistige Übungen tüchtige Männerheranzubilden, die neben einem kräftigen, wohlgeübten Körper, echten deutschen Sinn, Einfachheit und Reinheit der Sitte besitzen und pflegen.“

Bild003: Satzung des Turnvereins Heinsheim, 1920

Nur wenig später entstand auch eine Kraftsportabteilung, die von Turnwart Georg Ladenburger geleitet wurde – aus dem Turnverein Heinsheim wurde der Turn- und Kraftsportverein (TKSV) Heinsheim.

 

Bild 004: Heinsheimer Kraftsportler im Schloss Heinsheim, 20er-Jahre

Bild 005: Rundgewichtsriege auf dem Heinsheimer Sportgelände

In eben dieser Zeit kehrten die Soldaten aus britischer Kriegsgefangenschaft heim, von wo sie die Begeisterung für eine ganz neue Sportart mitbrachten: den Fußball. Der Funke sprang rasch über und so dauerte es auch gar nicht lange, bis dem Turn- und Kraftsportverein eine Fußballabteilung angegliedert wurde, die zunächst auf einem provisorisch angelegten und halbwegs ebenen Gelände, der „Sauwiese“ auf der Gemarkung Beinhölzle, mit einfachen Bohnenstangen als Tore spielte.

Der Platz befand sich südwestlich von der Burg Ehrenberg, oberhalb der Landstraße nach Zimmerhof und etwas unterhalb der ehemaligen, abgebrannten Feldscheuer.

 

 

 

Ab 1920 - die Trennungsjahre

Der Rasensport war zu diesem Zeitpunkt noch verpönt und eher das Aushängeschild des Arbeitermilieus. Handwerker und Bauern wähnten sich beim Turnen und Kraftsport als die eigentlichen Athleten und so blieben Streitereien und Zwistigkeiten leider auch in Heinsheim nicht aus.

Und da sie sich partout nicht beilegen zu lassen schienen, führten sie 1922 zu einer Abspaltung der Fußballabteilung und gleichzeitigen Neugründung eines Fußballvereins durch Gustav Bergtold, Konrad Holzwarth und Josef Müller unter neuem Namen: Verein für Bewegungsspiele (VfB) Heinsheim.

Bis zum Jahre 1927, als zum fünfjährigen Jubiläum eine Jugendabteilung gegründet wurde, befanden sich die Heinsheimer Kicker auf einem wahren Höhenflug. Fand man sich zum Ende der Saison 1922/23 noch am Tabellenende der C-Klasse Gau Hohenlohe wieder, war schon in der folgenden Saison Platz 2 erreicht. Schon ein Jahr später, 1925, gewannen die Kicker die Meisterschaft und stiegen nach nur einjähriger Spielzeit in der B-Klasse in die A-Klasse auf.

 

Bild 006: Festzug zum fünfjährigen Jubiläum – Kraftsportaufmarsch

1928 schließlich bekam der Fußball innerhalb des VfB Konkurrenz: eine Leichtathletik-, Sänger- und Damenabteilung* wurde angegliedert. Die herausragendste Leistung gelang Wilhelm Roth, der sich bei der Leichtathletik-Bezirksmeisterschaft den Titel über 100m in 11 Sekunden ersprintete.

* leider ist heute nicht mehr bekannt welche sportliche Disziplinen innerhalb der Damenabteilung betrieben wurden

Bild 007 die Leichtathletik – um 1929

Im Jahr 1929 spielte erstmals eine Mannschaft der Familie Müller (7 Brüder und 3 Vettern) gegen Bad Wimpfen und gewann gegen die B-Klassen-Mannschaft 11:5.

 

Bild 008: Müllermannschaft 1929

Ein Spielabbruch beim Fußball-Verbandsspiel gegen Gemmrigheim 1929 führte zum Austritt des VfB aus dem Gau Hohenlohe. Die Sportler des VfB wendeten sich nun ausschließlich der Leichtathletik zu. Auch hier blieb der Erfolg nicht aus: Im Leichtathletik-Fünfkampf gewann der VfB gegen Gundelsheim und Offenau den Wanderpokal.

Im selben Jahr wurde die Kraftsportabteilung des Turnvereins in Weingarten und 1930 in Ladenburg Badischer Meister mit der Rundgewichtsriege.

Bild 009: Kraftsportler bei einem Sportfest in den 30ern

Bild 009a: Jahnfeier

 

 

 

Ab 1930 – der TSV formiert sich

1930 kehrte auch König Fußball nach Heinsheim zurück. Aus geographischen Gründen hatte sich der VfB nun dem Gau Elsenz angeschlossen. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Der VfB spielte dort gleich in der A-Klasse und erreichte einen hervorragenden 2. Tabellenplatz.

In der Leichtathletik sogar erlief sich die Heinsheimer 4x100m-Staffel mit Wilhelm Roth, Max Döbelin, Josef Müller und Gerhard Döbelin in Mosbach die Gaumeisterschaft in nur 48,5 Sekunden.

Bild 010: Leichtathleten Meister 1929 und 1930 (Bildlegende von links, Heinrich Schädler, Thielmann, ?, ?, ? , Wilhelm Müller, Josef Müller, ?, Konrad Lang)

1930 machten auch die Kleinen im Fußball von sich reden. Die von Walter Reinig trainierte VfB-Jugendmannschaft blieb ungeschlagen und erzielte in elf Spielen satte 101:13 Tore.

Bild 011: Die kleine Meisterelf – (von links Herold, G. Berg, Osterberger, Seufert, Thielmann, Blum, Rüger, W. Zipf, L. Baum, H. Müller, R. Kipp)

Nach der 1931 erfolgten Zusammenlegung der A-Klassen Elsenz und Neckar beendeten die Heinsheimer Fußballer die Runde mit dem 4. Tabellenplatz bei 14 beteiligten Vereinen. Die Mitglieder Wilhelm Müller, Karl Müller, Jakob Brell, Karl Klein und Otto Scherz schlossen sich zu einer Vereinskapelle zusammen und sorgten bei vielen Veranstaltungen für feinste musikalische Unterhaltung.

Bild 012 Vereinskapelle (von links, Jakob Brell, Karl Klein, Wilhelm Müller, Otto Scherz, Karl Müller)

Der Fußballzwerg Heinsheim war nun auf dem besten Weg, die nahe Welt zu erobern. Als A-Klassen-Meister des Elsenz-Gaus spielte der VfB gegen den Heidelberger A-Klassen-Ersten Oftersheim um die Kreismeisterschaft. In Oftersheim errang Heinsheim zwar nur ein solides 3:5, fegte dafür zu Hause aber den hochgehandelten Favoriten mit einem sensationellen 5:0 vom Platz. Auf den verdienten Aufstieg in die Kreisliga Neckar II musste unglücklicherweise aus finanziellen Gründen verzichtet werden, doch der Sprung aus der Anonymität hatte den VfB definitiv zu einem begehrten Wettkampfgegner gemacht.

Bild 013: Fahnenweihe 1931

Hinterste Reihe, Festdamen: Cilly Müller (Brell), n.b., Emilie Schell, Lina Rein, Berta Klempp, Anna Stetter, E. Schlund, Anna Klempp (Grauf), Helene Hartmann (Kipp), Agathe Bickel (Bless), n.b.

Riege links: Josef Herold, Karl Brell, Konrad Lang, Ludwig Stetter, Karl Grauf, Alfred Becker, Georg Ladenburger

Riege rechts: Josef Baumbusch, Heinrich Grauf, Ludwig Rein, Josef Spohn (Goldich), Heinrich Bräcklein, Heinrich Neuwirth, Mathäus Baum

Zwischen den Riegen hinten: Karl Klein, Fritz Bräcklein, Johann Hof, Jakob Neuwirth, Robert Schaber, Karl Bräcklein, Heinrich Reichert, Karl Rein

Am Tisch sitzend: August Schaber, Josef Spohn (Max), Wilhelm v. Racknitz, Jakob Siegel, August Kipp*, Otto Schill, August Osterberger,

Vorne sitzend: Heinrich Feuchter, Kurt Ruhm, Paul Herold, Josef Schreiweis

*"Fototechnik 1931" - August Kipp konnte am Fototermin nicht anwesend sein, daher ist auf den meisten Aufnahmen die heute noch erhalten sind nur ein leerer Stuhl zu sehen, der eigens für eine Fotomontage für ihn freigehalten wurde. Bei dieser Aufnahme die von der Familie Abel zur Verfügung gestellt wurde, wurde eine Aufnahme von August Kipp später "einmontiert".

Bild 014: Vereinsfahne

Die hell gehaltene Seite der reichhaltig und aufwendig bestickten Fahne zeigt eine sehr schöne Abbildung der Burgruine Ehrenberg sowie das damalige Wappen der Gemeinde Heinsheim mit der Weinrebe, die sich auch auf dem Wappen des Turn- und Kraftsportvereins wiederfindet.

Die violette Seite zeigt an den Ecken, jeweils diagonal gegenüber liegend aufgestickt, das durch Turnvater Jahn begründete Motto der Turner, die vier F „frisch, fromm, fröhlich, frei“ und das damalige Motto der Kraftsportler, die vier K: kunstvoll, kraftvoll, kernig, kühn.

Unter dem Sportler mit dem Lorbeerkranz sind die Verbandswappen des Turnerbundes sowie des D.A.S.V (Deutscher Athletik Sportverband) appliziert.

Bild 014a: Wappen des TKSV

Ab 1932 wurde mit dem Sport endgültig ernst gemacht. Neben dem Saaltraining im Winter wurde auch ein Pflichttraining für Leichtathleten und Fußballer eingeführt. Die Erfolge blieben nicht aus. Beim Leichtathletiksportfest gegen Siegelsbach in Heinsheim gewannen die Platzherren sämtliche Disziplinen, den Rückkampf in Siegelsbach dominierten die Heinsheimer ‚immerhin‘ noch mit 7:5. Im selben Jahr feierte der VfB ebenfalls sein 10-jähriges Stiftungsfest und die Fußballer wählten das Kleeblatt am Trikot zu ihrem Symbol.

 

Im Jahr 1934 überstürzten sich die Ereignisse: Am 23. Februar schlossen sich der Turn- und Kraftsportverein und der VfB Heinsheim zum Turn- und Sportverein (TSV) Heinsheim zusammen. Josef Müller wurde zum ersten Vorstand gewählt, zu einem Zeitpunkt als der Verein 86 Mitglieder zählte. Im Oktober 1934 verunglückte Hauptlehrer Walter Reinig tödlich, der sich sowohl als Sportwart wie auch in der Führung der Vereinschronik – die seit einiger Zeit leider verschollen ist - lange Jahre sehr verdient gemacht hatte. Das kleine Sporthäuschen – das heutige Fischerheim – wurde erbaut und das Spielfeld mit Holzstangen eingezäunt. Die Rundgewichtsriege errang beim Kreisfest der Athleten in Heidelberg-Rohrbach den 1. Preis und die Mannschaft im Tauziehen den 2. Preis. Die Fußballer standen auf dem 4. Tabellenplatz in der A-Klasse 2 Neckar, Gruppe Elsenz.

 

Bild 15a: Meister der Kreisklasse 1935

Die Spielzeit 1935/36 endete mit der Abteilungsmeisterschaft in der Kreisklasse I. Auch im darauffolgenden Jahr stellte die erste Mannschaft des TSV Heinsheim den Meister der A-Klasse. 1937 errang die A-Jugendmannschaft sogar die Gaumeisterschaft.

Bild 015: Sportgelände 1939

In dieser Zeit warf der bevorstehende Zweite Weltkrieg bereits seine Schatten voraus. Viele aktive Spieler wurden zur Wehrmacht eingezogen, und nach der Verbandsrunde 1938/39, in der Heinsheim wieder die Meisterschaft in der A-Klasse erlangte, wurde der Spielbetrieb eingestellt.

Bild 016: Bannmeister 38/39 original

Bild 017: Bannmeister und Jugendmeister im Zeitungsausschnitt

 

 

 

Während des Krieges (1939-1945)

Während des Krieges ruhte der aktive Vereinssport in Heinsheim gänzlich. Einige Spieler wechselten, sofern noch nicht in den Wehrdienst eingezogen, zu den wenigen noch aktiv gemeldeten Vereinen in der Umgebung. Über den Sportplatz wurden Schafe und Gänse zum Weiden getrieben, um das Gras kurz zu halten.

 

 

 

1945 - 1949 - Die Nachkriegszeit – Sport und Gesang

Nach Kriegsende kam es schon im Oktober 1945 zur Neugründung des Vereins. Der Landrat und die amerikanische Militärregierung gaben ihre Zustimmung noch im selben Jahr. Der neue Verein trug den Namen VfB Heinsheim 1922 und Erster Vorstand war Karl Brell.

Während der Kriegszeiten mussten viele Frauen notgedrungen die Aufgaben und Verantwortlichkeiten ihrer Männer, Brüder oder Väter übernehmen, die im Feld oder in der Gefangenschaft waren. Dies veränderte so manches, was vorher nicht selbstverständlich war, und so wagte vielleicht erstmals deshalb das "schwache Geschlecht" den Einbruch in die Männerdomäne Sport und bescherte dem VfB 1945 eine aktive weibliche Handballmannschaft.

Trainer war der spätere Vorstand Georg Treder. Im Mannschaftskader fanden sich u.a. unser heutiges Ehrenmitglied Marianne Baum, Loni Beyersdörfer, Anneliese Krauter, Hilde Zeller, Hannelore Speise, Brigitte Blum, Trude Treder (Müller), Ella Gutbrod und Inge Müller (Litterer). Leider war die Mannschaft nur etwa fünf Jahre lang aktiv. Anneliese Krauter stand im Tor und wurde sogar in die Auswahl berufen. Mit einem Holzvergaser und Musik ging es in der Zeit von 1945 bis ca. 1950 mit Karl Brell zu Auswärtsspielen bis hinein in den Odenwald. Aber auch in den Nachbargemeinden entstanden weibliche Handballabteilungen, so in Offenau. Hier erinnerte sich Anneliese Krauter: „Wir haben gegen Offenau im "Derby" 88:1 verloren, weil wir am Tag vorher alle auf dem Tanzkränzchen waren.“ Hier wird deutlich, dass es nicht nur die männlichen Sportler früher nicht immer so genau mit der Spielvorbereitung genommen hatten, sondern auch die "Mädels". Man hatte aber nicht nur Spaß am Sport sondern auch am Miteinander, der Geselligkeit und Kameradschaft im Verein – gab es doch auch manches Mal nach dem Spiel eine Wurst und einen Weck vom Vorstand persönlich, was zur damaligen Zeit etwas ganz Besonderes war.

Bild 19: VfB-Meistermannschaft 1947

Von links: Otto Kratzer, Eugen Walker, Ernst Thielmann, Willi Fink, Josef Blum, Gerhard Thalacker, Rudolf Übelhör, Heinz Birkel, Friedrich Hartmann, Rolf Prowald, Heinrich Fink, Theo Senghaas

 

Im Jahre 1947 feierte der VfB sein 25-jähriges Bestehen, außerdem wurde ein B-Klassenturnier durchgeführt. In der ersten Verbandsspielrunde kämpfte Heinsheim im Bezirk Neckar-Tauber gegen Mannschaften aus Mosbach, Eberbach, Limbach, Neckarelz, Wertheim und Lauda. Mit dem „Holzvergaser" fuhr man sonntags zu den Spielen. Am Ende der Runde stand der VfB Heinsheim punktgleich mit Mosbach an der Tabellenspitze. Doch das Entscheidungsspiel um die Meisterschaft – auf neutralem Platz in Eberbach ausgefochten – ging mit 3:2 verloren.

Bei der Generalversammlung im Frühjahr 1949 zählte der Verein 193 Mitglieder, davon 42 Jugendliche. Die Währungsreform brachte für den VfB einen neuen Start in finanzieller Hinsicht: Am Stichtag waren 3008 RM in der Kasse, nach der Umstellung musste mit 150 DM neu begonnen werden. Das Jahr 1949 brachte für die Fußballer außerdem den Wechsel in das württembergische Unterland. Der VfB Heinsheim verließ die badische Spielklasse und schloss sich der B-Klasse Kocher/Jagst des Württembergischen Fußballverbandes an. Organisatorisch unterstand er aber auch weiterhin dem Badischen Fußballverband.

Bild 020: VfB-Meistermannschaft

Auf Anhieb erkämpfte sich der Verein die B-Klassenmeisterschaft und damit den Aufstieg in die A-Klasse Unterland und wurde auch beim Sportfest in Offenau Turniersieger.

 

 

 

Die 50er-Jahre – Sportdorf am Neckar

Der VfB entwickelte zu Beginn des neuen Jahrzehnts solch fußballerisches Können, dass er den Gegnern in der Staffel Kocher/Jagst haushoch überlegen war. Die Rhein-Neckar-Zeitung feierte Heinsheim im März 1950 als Sportdorf am Neckar. Da die Spielstärke im Bezirk Unterland, namentlich die A-Klasse Kocher/Jagst, durchweg höher einzuschätzen war als im Sportkreis Mosbach, dem die Heinsheimer eigentlich angehören sollten, wurde unserer Mannschaft unbestritten Amateurliganiveau nachgesagt.

Bild 022: VfB-Mannschaft Anfang der 50er

 

Im Jahr 1950 erwarb der Verein das heutige Sportgelände von Wilhelm Freiherr von Racknitz und schaffte damit schon die Voraussetzung für spätere Erweiterungen der Anlage und den Bau der vereinseigenen Sporthalle. In der Spielrunde 1950/51 wurde der VfB Meister in der A-Klasse Unterland und schaffte damit endlich den wohlverdienten Aufstieg in die Bezirksliga. Im Jahr 1952 beging der VfB sein 30-jähriges Bestehen mit großem Festprogramm.

Bild 023: Bild zum 30-jährigen Jubiläum des VfB

Josef Müller sah – inzwischen als Vorstand – den VfB in die Bezirksliga aufsteigen. Doch nach nur zwei Jahren rutschte der VfB durch die Einführung der beiden Amateurligen und der damit verbundenen Aufteilung der Bezirksklasse wieder in die A-Klasse Unterland, wo er ohne Unterbrechung bis 1969 trotzdem manch gewichtiges Wörtchen mitzureden hatte.

Und um bei wichtigen Ereignissen zu bleiben: Am 7. Februar 1951 wurde von Wilhelm Neuwirth der Kraftsportverein mit Josef Spohn als Vorstand erneut gegründet. Der neue Verein trat erstmals 1953 mit einem Sportfest im Schlossgarten wieder an die Öffentlichkeit.

Bild 023a: Meisterriege 1954/55

(von links: Karl Jüngert, Ludwig Rein, Heribert Stetter, Ludwig Kirstetter, Rüdiger Hack, Josef Spohn, Erich Jachan, Ernst Neuwirth, Alfred Hespelt, Werner Gresslin, Fritz Abel, Willi Neuwirth)

Auf Anregung des 1. Vorstandes des VfB Heinsheim, Herrn Josef Müller, der inzwischen auch Bürgermeister von Heinsheim war, kam es 1954 zur Gründung der „Interessengemeinschaft Turnhallenbau". Dieser Gemeinschaft schlossen sich alle örtlichen Vereine und auch die Gemeinde an. Im selben Jahr kam es zur Vereinigung der beiden Heinsheimer Sportvereine. Aus VfB und Kraftsportverein wurde der TSV Heinsheim. Aus Anlass des Zusammenschlusses wurde ein großer Tanzabend zugunsten des Turnhallenbaues veranstaltet. Schon im darauffolgenden Jahr wurde mit dem Bau der Halle begonnen. Bauherr war zwar der TSV Heinsheim, aber alle Einwohner und örtlichen Vereine halfen durch Spenden und freiwilligen Arbeitseinsatz mit. Es entstand ein Gemeinschaftswerk, das von viel Idealismus und sportlicher Kameradschaft getragen wurde. Immer wieder war es Josef Müller, der das Gelingen dieses großen Werkes durch unermüdlichen Einsatz vorantrieb.

Bild 024: Sportgelände 1956 (mit den bereits sichtbaren Fundamenten der Turnhalle und frischer Pappelbepflanzung)

In der Pokalspielrunde 1956/57 wurde der TSV Heinsheim Pokalmeister der A-Klasse Unterland. Dieser Titel berechtigte zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur zweiten Amateurliga. Das entscheidende Spiel gegen den TG Heilbronn verlor Heinsheim allerdings.

1956 feierte das Dorf Heinsheim sein 1000-jähriges Bestehen. Im Festjahr wurde feierlich das neue Schulhaus eingeweiht, die Turnhalle in intensiver Eigenleistung vorangetrieben und zahlreiche Festaktivitäten durchgeführt, wie zum Beispiel ein historischer Umzug unter Beteiligung aller Heinsheimer Vereine, sowie ein Film über Heinsheim gedreht, bei dem auch der Sportverein mitwirkte.

Bild 024a: Ehrenmitglieder des TSV 1956 beim historischen Umzug

Im Jahr 1959 richtete die Kraftsportabteilung ein Pokalturnier aus und stiftete einen Wanderpokal. Bei dieser Veranstaltung wurde Vereinsrekord gehoben und schließlich holten sich die Gewichtheber im gleichen Jahr die Vereinsmeisterschaft der Landesliga.

 

 

Bild 025: Historische Trikots

 

(Wintertrikot VfB und VfB-Jugend, Wintertrikot TSV

Sommertrikot TSV, Sommertrikot VfB)

 

 

 

Die 60er- und 70er-Jahre – Plätze für erfolgreichen Sport

1960 wurde im Rahmen eines Sportfestes vom 3. bis 7. Juni die Turnhalle eingeweiht, und die damalige deutsche Kunstturnmeisterin Dr. Ursel Brian aus Mosbach zeigte im Rahmen der Veranstaltung Proben ihres Könnens. Im gleichen Jahr errang eine Riege der Kraftsportabteilung in Bochum die deutsche Vizemeisterschaft im Tauziehen.

Nicht allein der Fußball, auch der Kraftsport hat entscheidend dazu beigetragen, Heinsheim über die Kreisgrenzen hinaus bekannt zu machen.

Bekanntermaßen wurde neben dem Gewichtheben und Ringen auch der Rasenkraftsport gepflegt und nach Jahren des sorgfältigen Aufbaus stellten sich die ersten Erfolge ein. In Bochum  wurde die Riege Kraftsport 1960 Deutscher Vizemeister im Tauziehen und 1961 errangen die Schwerathleten die Kreismeisterschaft im Kreis Mosbach. Zusätzlich stellte die Jugendmannschaft des TSV im Tauziehen den Deutschen Meister.

Bild 026: Urkunde Tauziehen 1962

Der Gesamtverein beging 1961 sein 50-jähriges Bestehen. Die Kraftsportabteilung richtete aus diesem Anlass die Kreismeisterschaften aus. Eine Jugendriege wurde in Kassel deutscher Jugendmeister im Tauziehen. Die erste Mannschaft der Fußball­abteilung erreichte in der A-Klasse Unterland den 3. Tabellenplatz. 1962 wurde aufgrund des 40-jährigen Bestehens der Fußballabteilung ein Jubiläumsturnier durchgeführt. Der 1959 von der Kraftsportabteilung gestiftete Wanderpokal ging endgültig an den VfL Neckarau.

Bild 26a: Tauziehen Senioren

 

Bild 26b: Tauziehen Junioren

Trotz dieser achtbaren Erfolge nahm das Interesse am Kraftsport mehr und mehr ab, sodass am 1. Januar 1964 die Schwerathletik-Abteilung ganz aufgelöst wurde. Die wenigen, die diesen Sport nicht ganz aufgeben wollten, schlossen sich dem SV Germania Obrigheim an.

In der Nacht vom 11. zum 12. Dezember 1964 starb unerwartet der bis dahin erste Vorsitzende und Bürgermeister Josef Müller. Noch am Abend zuvor leitete er im Kreise seiner Sportkameraden seine letzte Spielerversammlung. Mit ihm verlor der Verein seine bis dahin markanteste Persönlichkeit. Josef Müller hatte den Fußballverein von der Gründung an mit nur kurzen Unterbrechungen geleitet und war dem Gesamtverein seit dem Zusammenschluss ununterbrochen vorgestanden. Er war damit über 40 Jahre an der Spitze des Vereins gewesen. Seiner Umsicht und Tatkraft verdankte der Sport in Heinsheim weitgehend seine erfolgreiche Entwicklung. Bei der Generalversammlung im Frühjahr 1965 wurde Karl Gimber zum 1. Vorstand gewählt und die Sporthalle erhielt in Gedenken an den ehemaligen Bürgermeister den Namen Josef-Müller-Halle.

Bild 26c: Josef Müller, Wilhelm Hartmann, Erich Kuhn

Vom 5. bis 7. Juni 1965 wurde erstmals der vom Verein gestiftete Josef-Müller-Gedächtnispokal im Rahmen eines Turniers ausgespielt. Die C-Jugend wurde Staffelmeister. Im Jahr 1966 erhielt das Sportfeld eine Drainage. Die D-Jugend wurde Staffel- und Bezirksmeister.

Wie bedeutungsvoll die erfolgreichen sportlichen Abteilungen der oben angeführten Abteilungen für den TSV Heinsheim auch sein mögen, nicht minder wichtig ist die Arbeit, die in den Bereichen Freizeitsport durch das Frauen-, Kinder- und Männerturnen in den letzten Jahren geleistet wurden. Der Grundgedanke Friedrich Ludwig Jahns war es, die Menschen Zeit ihres Lebens für sportliche Aktivitäten zu motivieren, ohne dabei Höchstleistungen von ihnen abzuverlangen. In Bewegung bleiben, Körper und Geist bewusst trainieren und die Gemeinsamkeit pflegen – das sind die hohen Ziele, die die jeweiligen Übungsleiter ihren Aktiven gekonnt vermitteln.

Sicher begleiten solche Turnstunden die Chronik des TSV seit seinen Anfängen, doch blieb eine Erwähnung – vielleicht weil man nicht nach außen hin auftrat – bisher aus. Anders ist das in der neueren Zeit, hier waren es die Frauen, die die Nase dabei vorne hatten, sich endlich dauerhaft als beständige und eigenständige Abteilung in die Annalen einzuschreiben.

Im März 1966 wurde die Frauenabteilung unter der Leitung von Hilde Müller ins Leben gerufen. Für die wöchentlichen Übungsstunden am Montagabend wurden sogar eigens Vorhänge für die Josef-Müller-Halle angeschafft, damit sich die Frauen ungestört und unbeobachtet ihrem Sport widmen konnten.

Bild 027: Frauenturnerinnen beim Ausflug mit Hilde Müller

Zwei Jahre nach der Gründung des Frauenturnens konnte mit Hilfe einiger Mütter das Kinderturnen für 3- bis 8-Jährige erstmals durchgeführt werden.

Die B-Jugend wurde 1967 Staffelmeister, die A-Jugend schaffte es sogar, über den Staffelmeister Bezirkssieger zu werden. Der Verein erhielt erstmals den Anerkennungspreis für gute Jugendarbeit. 1968 wurde auch die C-Jugend Staffelmeister.

Da die sportlichen Männer des TSV ihren Frauen wiederum in nichts nachstehen wollten, wurde im Sommer 1968 das Männerturnen unter der Leitung von Heinz Arnold ins Leben gerufen. Die Idee, dem durch die Arbeit geschundenen Körper einen sportlichen Ausgleich zu schaffen, folgte rege Resonanz durch junge und ältere Aktive. Heinz Arnold und zeitweise Helmuth Müller strebten eine gesunde Mischung zwischen sportlich angemessenen Niveau und anschließender Erholungsphasen an. Bis 1994 leitete Heinz Arnold das wöchentliche Training am Freitagabend sowie die Geschicke der Abteilung. Ihm folgte Roland Scherbenske an die Spitze des Männerturnens. Mit gymnastischen Übungen, Geräteturnen und Abstechern zu manchen Mannschaftssportarten sorgt Roland Scherbenske heute noch für eine ausgewogene Abwechslung im Programm.

Bild 028 Heinz Arnold bei einer Ehrung

(von links: Karl Hartmann, Günter Schädler, Wilhelm Buck, Karl Neureuther, Heinz Arnold, Karlheinz Grauf, Erwin Müller, Werner Lang )

Bild 029a Heinz Arnold

 

Das Jahr 1969 brachte den Abstieg in die B-Klasse Kocher/Jagst. Der traurige Weg in die nächsttiefere Spielklasse wurde der Mannschaft und dem Verein durch das Bewusstsein erleichtert, dass man fast 20 Jahre ununterbrochen in der A-Klasse gestanden hatte. Dieser „Rekord" ist ein Zeichen für eine konstante sportliche Leistung.

Der TSV Heinsheim führte inzwischen mit sieben aktiven Mannschaften (davon vier Jugendmannschaften) den Spielbetrieb durch, weswegen es notwendig wurde, das Spielgelände zu erweitern. Auf einem gemeindeeigenen Nachbargrundstück wurde noch im Jahr 1969 mit der Anlage eines zweiten Spielfeldes begonnen. 1970 wurde die Vizemeisterschaft in der B-Klasse Kocher/Jagst errungen. Die 2. Mannschaft wurde B-Klassenmeister der Reserven, die B-Jugend  wieder Staffelmeister, und der Verein erhielt zum zweiten Mal den Anerkennungspreis für gute Jugendarbeit.

Bild 029 Hebertraining

1970 formierte sich die Kraftsportabteilung neu und die Schwerathleten nahmen den Sportbetrieb wieder auf. Mit den Erfolgen kam auch das Interesse zurück und zu Beginn der 70er-Jahre war der Trainingskader der Heinsheimer Athleten auf 14 Aktive und Jugendliche angewachsen. Karl Heinz Grauf, dem es schon in den zurückliegenden Jahren zu verdanken war, dass der Kraftsport mit Heinsheim verwurzelt blieb, setzte auch jetzt die entscheidenden Akzente, zu Hause eine eigene Mannschaft wieder aufzubauen. Noch war die Bindung nach Obrigheim so stark, dass von 1971 bis 1973 als Hebergemeinschaft gestartet wurde. 1974 stellte der TSV Heinsheim dann erstmals als selbstständiger Verein eine Mannschaft in der Bezirksliga, die den 3. Platz erreichte. Zwei Jahre später wurde die 1. Mannschaft Meister und stieg in die Landesliga auf. Gleichzeitig rückte die 2. Mannschaft als Meister der Kreisliga in die Bezirksklasse nach. Ein weiteres Jahr später die gleichen Erfolge. Die 1. Mannschaft gewann als Meister der Landesliga auch den Aufstiegskampf in die Baden-Württembergische Oberliga. Den frei gewordenen Platz in der Landesliga sicherte sich die 2. Mannschaft als Bezirksliga-Meister. Eine 3. Mannschaft unterstrich das Interesse an der Schwerathletik und ihren Erfolgen.

Bild 032: Oberligameister 1977

(von links

1971 war wieder Jubiläumsjahr: Der TSV feiert sein 60-jähriges Bestehen.

Im Rahmen einer Sportwerbewoche wurde dieses Ereignis würdig begangen, wobei die Fußballabteilung mit der Erringung der B-Klassenmeisterschaft das schönste Geburtstagsgeschenk brachte. Nach zweijähriger Pause stand der TSV Heinsheim endlich wieder in der A-Klasse Unterland. Die A-Jugend wurde ebenfalls Staffelmeister und stieg in die Bezirksstaffel (die sogenannte Stadtstaffel) auf.

Der Verein organisierte für seine Mitglieder eine dreitägige Flugreise nach Berlin.

1972 besuchte so der "halbe TSV" Berlin. Im Rahmen einer Berlinförderung konnte ein sehr kostengünstiges Angebot genutzt werden und so flog man in zwei in die damals geteilte, ehemalige Hauptstadt. Dort verbrachte man einige schöne Tage und besichtigte gemeinsam oder auf eigene Faust alles, was sehenswert war. Wo auch immer man hinkam – man traf überall auf Heinsheimer. Schließlich absolvierte eine gemischte Mannschaft aus Aktiven-, Senioren- und Jugendspielern ein Freundschaftspiel in Berlin Neu-Kölln.  

 

Zeigte sich zu bestimmten Zeiten das Tauziehen in Heinsheim als ausgesprochen populär, ging 1974 ein Tauziehen ganz anderer Art vonstatten. Der „weiße Sport“ sollte seinen Einzug halten, und nicht gerade jedem war diese Neuerung recht. Dabei waren es nicht wenige, die ihre sportlichen Aktivitäten auf dem Rasen oder Hallenboden mit denen auf dem roten Sand teilen wollten. Am 20. Januar 1975 war es dann soweit und die Tennisabteilung unter der Leitung von Erwin Müller wurde gegründet. Nach Verhandlungen mit der TSV-Vorstandschaft und der Stadt Bad Rappenau bekam die Abteilung das Gelände an der Neckarstraße per Erbbaupacht als Standort der Platzanlage zur Verfügung gestellt. Mitte 1976 begannen die Mitglieder in Eigenleistung zwei Tennisplätze spielbereit herzurichten. Erwin Müller war die treibende Kraft und trug mit der Bereitstellung von Baumaschinen und finanzieller Absicherung in der jungen Abteilungsgeschichte entscheidend zum Gelingen bei.

1975 stiegen die Fußballer erneut in die neu benannte Kreisliga A Unterland ab, nachdem aus der A-Klasse Unterland die Bezirksliga geworden war. Nach all den Jahren fußballerischen Könnens herrschte nun eher Mittelmäßigkeit vor. Trotz aller Bemühungen und erbitterten Einsatzes gelang es nie mehr, entscheidende Erfolge zu erzielen.

Ein Hochwasser im Frühjahr 1978 überflutete die gesamte Tennisanlage und beschädigte sie erheblich. Abermals standen die Abteilungsmitglieder mit Schaufel und Schubkarre bereit und beseitigten gemeinsam die Schäden. So konnte die Anlage im August 1978 endlich eingeweiht werden. Ein Jahr später war dank einer Flutlichtanlage das Spielen auch in den Abendstunden möglich.

Bild 030: Überflutete Tennisanlage

Gertrud Winkler hatte 1977 die sportliche Leitung des Kinderturnens übernommen, ab 1979 leitet Gisela Schäfer das Turnen mit den Kleinsten.

Als leider nur kurzes Strohfeuer zeigt sich der Frauenfußball im TSV. Nach einigen Monaten Training und einigen Freundschaftsspielen verglühte leider das aufkeimende Engagement einiger interessierter Frauen und Mädchen schon nach relativ kurzer Zeit.

Bild 031: Fußballerinnen beim Faschingsumzug 1977

 

In der Runde 1977/1978 bestätigten die Heber mit dem Erringen der Oberliga-Meisterschaft ihr überragendes Können, doch der Aufstieg in die Regionalliga wurde durch die Neueinteilung der Klassen zunichte gemacht. Auch die 2. Mannschaft konnte die Landesliga nicht halten und stieg in die Bezirksklasse ab.

 

 

 

Die 80er- und 90 Jahre – ein Verein mit vielen Gesichtern

Zu Beginn der 80er-Jahre wurde ein drittes Spielfeld für die Tennisspieler errichtet und eine als Aufenthalts-  und Lagerraum genutzte neue Tennishütte eingeweiht.

 

Mitte der 70er war das Volkswandern in Deutschland immer beliebter geworden. Auch aus Heinsheim nahmen immer mehr Wanderer einzeln oder in Gruppen an Volkswandertagen teil. So fanden sich schnell gleichgesinnte, und die Wanderfreunde Heinsheim, die sich als neue Abteilung in den TSV eingliederten, wurden ins Leben gerufen. Begründer und treibende Kräfte waren u.a. Rolf Kern, Werner Grässlin, Werner Gänger und Walter Jachan. An Silvesterlauf zum Jahreswechsel 1979/1980 startete dann der erste von insgesamt fünf in Heinsheim, jeweils zum Jahreswechsel veranstalteten Internationalen Volkswandertagen.

 

Bild 33: Wandermedaille zum 1. Volkswandertag

 

Bild 34: Volkswandertag Silvester 1980

 

Die Volkswandetage waren eine große Herausforderung; über 100 Helfer aus allen Abteilungen, die Feuerwehr sowie das Rote Kreuz waren im Einsatz. Konnte man beim ersten Volkswandertag 1979/80 etwa 3000 Teilnehmer verzeichnen, näherte man sich 1983 der 5000-Teilnehmer-Marke. Die Heinsheimer Wanderfreunde beteiligten sich in dieser Zeit sehr aktiv an bis zu 40 Volkswandertagen jährlich und erhielten zahlreiche Gruppenpreise.

 

Bild 35: Heinsheimer Volkswandergruppe beim Volkswandertag in Kirchberg

 

Trotz der erfolgreichen Wandertage und des hohen Engagements gelang leider keine wirkliche Integration in den TSV Heinsheim – es mehrten sich Spannungen und Meinungsverschiedenheiten zwischen Wanderfreunden und der Vorstandschaft und führten schließlich zur Auflösung.

 

1981 konnten die erste Mannschaft der Gewichtheber ihren bis dahin größten Erfolg feiern: den Aufstieg in die Regionalliga Südwest, mit Platz 1 der Baden Württembergischen Oberliga und erreichten 523,5 Punkten. Bis 1984 hielt man in dieser Klasse, stieg dann leider wieder in die Oberliga ab. Mit Johann Weiß erreicht erstmals ein Heinsheimer Heber den 1. Platz bei einer Deutsche Meisterschaft (im Reißen), Walter Kirrstetter erringt in seiner Gewichtsklasse den 4. Platz.

 

Bild 36a: Oberliga 1981

 

Bild 36b: Johann Weiß und Walter Kirrstetter

 

Spiel und Spaß strebte innerhalb der Frauenabteilung eine von Brigitte Ludwig geleitete Volleyballgruppe an, die insbesondere ein sportliches Angebot für die Altersgruppe der Mädchen sein sollte, die dem Kinderturnen entwachsen waren. Mitte der 80er-Jahre war die Euphorie zunächst sehr groß, aber die für Volleyball ungeeignete alte Sporthalle ließ keine Heimspiele zu, eine Veränderung der Hallensituation war nicht abzusehen, und so verlor sich das Interesse leider nach nur wenigen Jahren und die Volleyballgruppe löste sich wieder auf.

 

Auch im Fußball ging es auf und ab. Konnten die Fußballer 1982 den Abstieg in die Kreisliga B im letzten Moment noch verhindern, musste drei Jahre später der Weg nach unten endgültig angetreten werden.

 

Bild 037: TSV Ausschuss 1987

 

(von links

 

hinten: Josef Weber, Norbert Lang, Walter Freppan, Gernot Schädler, Amin Hartmann,

 

Mitte: Manfred Schädler, Karlheinz Grauf, Ferdinand Wittmann, Walter Kirstetter, Hermann Klein

 

Vorne: Konrad Holzwarth, Hilde Müller, Markus Osterberger, Vorstand Erwin Müller, Günter Müller)

 

1987 führte die Fußballabteilung erstmals ein Hallenfußball-Turnier in der Sporthalle Bad Rappenau durch, aus dem Heinsheim als Turniersieger hervorging. Auch die Jugend soll in diesem Rückblick nicht unerwähnt bleiben. Ab Mitte der 1960er-Jahre trug die vorbildliche Jugendarbeit reichlich Früchte. Keine Saison endete, ohne dass nicht mindestens eine Heinsheimer Jugendmannschaft den Staffel- oder Bezirksmeister stellte. 1987 führte die Fußballabteilung unter Leiter Gernot Schädler sieben aktive Mannschaften, davon eine A, C-, E-, und F-Jugend. Letztere wurde 1986 Staffelerster.

 

Das Frauenturnen wurde aktiver: Ab dem Jahr 1987 betreute Gisela Schäfer eine zweite Frauengruppe für junge Frauen und Mädchen ab 16 Jahren. Nach dem Ausscheiden von Hilde Müller als Abteilungsleiterin folgte Gisela Schäfer an die Spitze der Abteilung. Unter Ihrer Leitung trafen sich zusätzlich ab Ende der 90er-Jahre die sportbewussten Frauen am Samstagnachmittag gemeinsam zum Walken.

 

1991 konnte die Fußballabteilung den lang ersehnten Wiederaufstieg feiern, leider sollte der Erfolg nicht von Dauer sein, der TSV zeigte sich in dieser Klasse maximal im Mittelmaß und der erneute Abstieg erfolgte 1997, als einige erfahre Spieler aufhörten und sich die Mannschaft notgedrungen stark verjüngte.

 

Bild 037a: Alte Halle, Oberligameisterschaft 1997

 

Auch für die Heber war 1991 ein sehr erfolgreiches Jahr, die 1. Mannschaft schaffte mit Platz 1 und 528,1 Relativpunkten den Aufstieg in die 2. Bundesliga Südwest. Bis 1997 konnte man sich erfolgreich in dieser Klasse behaupten, musste dann aber 1997 mit Platz 8 und 565,7 Relativpunkten zurück in die Oberliga. Der Wiederaufstieg gelang schließlich 1999 und diese Klasse sollte noch nicht das Ende sein.

 

Bild 038: Aufstieg in die 2. Bundesliga, 1999

 

Bild 038a: Ralf Fein, Deutscher Meister in Riesa

 

(Nach der Vizemeisterschaft 1998 in Regen krönte Ralf Fein 1999 sensationell seine aktive Heberlaufbahn mit der Deutschen Meisterschaft in der Gewichtsklasse bis 62 kg)

 

Das sportliche Auf und Ab, Meinungsverschiedenheiten zwischen den Abteilungen und der Vorstandschaft, die sich mehrten und nicht mehr auszuräumen waren, führten zu großem Unfrieden auch zwischen den Abteilungen und letztendlich zu einem Wechsel in der Vereinsführung. Nach einigen turbulenten Versammlungen und der Mitglieder-Generalversammlung im April 1996 übernahm Erwin Müssig den Vorsitz im Vereinsvorstand. Mit ihm als 1. Vorstand formierte sich ein komplett neues Vorstandsteam.

 

Es benötigte einige Jahre, um gemeinsam mit dem Ausschuss das Vereinsschiff wieder in ruhige Wasser zu steuern, und dann das bevorstehende Großprojekt Turnhallenneubau in Angriff zu nehmen. Unzählige Sitzungen und Diskussionen innerhalb des TSV, sowie zähe Verhandlungen mit der Stadt Bad Rappenau prägten die folgenden Jahre. Schließlich sollte eine Halle entstehen, die den Bedürfnissen der Abteilungen, aber auch die der Heinsheimer Bevölkerung für die nächsten Jahrzehnte Rechnung tragen sollte – schließlich war die alte "Josef-Müller-Halle" ein gemeinsames Projekt aller Heinsheimer Vereine gewesen. Desweiteren galt es, optimale Trainings- und Wettkampfvoraussetzungen für die erfolgreichen Gewichtheber zu schaffen, die sich zu diesem Zeitpunkt in der 2. Bundesliga präsentierten.

 

Schließlich war es so weit, alle Planungen und Verhandlungen mit der Stadt waren abgeschlossen, die Finanzierung des Eigenanteils gesichert und die Vereinsversammlung billigte das Vorhaben mit großer Mehrheit. Für die Zeit bis zur Fertigstellung der neuen Halle wurde von den Kleintierzüchtern Räume beim ehemaligen Schaftstall zur Verfügung gestellt, die in Eigenleistung durch engagierte Mitglieder unter Leitung von Erwin Müssig als Dusch- und Umkleideräume, sowie Trainingsräume für die Gewichtheber ausgebaut wurden. Der Weg zum Sportgelände war von hier nicht weit und für die Sportler akzeptabel. Die Planung sah vor, dass die Heber ihre Wettkämpfe in der Mühltalhalle in Bad Rappenau austragen konnten. Am 16. August begannen dann die Abrissarbeiten der alten Josef-Müller-Halle mit einem feierlichen Baggerbiss. Das neue Jahrtausend konnte mit einem der wichtigsten Projekte in der neueren Vereinsgeschichte beginnen

 

Bild 039: Baggerbiss

 

Bild 040: Bilder vom Baggerbiss

 

 

 

Der TSV heute

Aufgrund der geänderten Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen wurde das Kinderturnen als eigenständige und bis dato jüngste Abteilung des TSV zu Beginn des neuen Jahrtausends ins Leben gerufen. Seit dieser Zeit stehen die fünf Turngruppen unter der Leitung von Stefan Holl. Gruppe I sind unsere Kleinsten. Bis zu einem Alter von 3 Jahren erspielen ca. 30 Kinder unter der Leitung von Peggy Bräcklein erste Übungen mit Tanz und Spiel. In der Gruppe II sind alle Kindergartenkinder untergebracht. Hier werden durch die Betreuerinnen Melanie Dürr und Martina Großkinski die Koordination und das Spiel gefördert. Mit einfachen Mitteln verstehen es die beiden Betreuerinnen bis zu 35 Kinder zu animieren. Stefanie Semrau und Stefan Holl betreuen in der Gruppe III alle Grundschulkinder. Schwerpunkt der Übungsstunden ist das Geräteturnen. Am Barren, Reck, Trampolin, Kasten oder Bock erlernen bis zu 30 Kinder, ihren Körper unter Kontrolle zu halten. Während der Sommermonate bereichert die Leichtathletik das Programm, wobei das Spiel mit und ohne Ball nicht zu kurz kommt.  In zwei Gardetanzgruppen treffen sich schwerpunktmäßig  Teenager im Alter von 13 bis 15 und 16 bis 18 Jahren unter der Leitung von Beate Krieger, Katja Elser, Andrea Dittmar und Elke Bönisch ab September zum Einstudieren von Gardetänzen.

Ein weiteres sportliches Angebot innerhalb des Frauenturnens wurde durch Katja Ehemann ins Leben gerufen: Aerobic. Einmal wöchentlich treffen sich vor allem jüngere und jung gebliebene Frauen, um ihren Körper zu trainieren und sich fit zu halten.

Schließlich wurden der Neubau und die Umgestaltung des Sportgeländes im neuen Jahrtausend fertiggestellt. Nach ca. 16 Monaten Bauzeit konnte endlich die Fest- und Sporthalle unter großer Teilnahme der Heinsheimer Bevölkerung seiner Bestimmung übergeben werden. In Erinnerung an den ehemaligen TSV-Vorstand, Bürgermeister der Gemeinde Heinsheim und entscheidenden Initiator der alten Sporthalle erhielt auch die neue Halle den Namen „Josef-Müller-Halle“.

Bild 041: Die neue Sporthalle

Bild 042: Sporthalle, Innenansicht

Genau wie das erweiterte Sportheim, die Sport- und Tennisanlagen steht auch die neue Fest- und Mehrzweckhalle als Symbol einer gemeinsamen Arbeit und großer Zusammengehörigkeit aller Heinsheimer. Auch wenn die Halle im Eigentum der Stadt steht, die sich als Bauträger im Rahmen der Gleichstellung der Teilorte engagierte, wurde durch den TSV ein hoher finanzieller Anteil an allen Bereichen getragen, die über den Wert und Nutzen einer "Standardsporthalle" hinausgingen, unter anderem für die Sanierung der Vereinsgaststätte, den Neubauanteil der Gewichtheberräume sowie die Kosten einer Küche für die Hallenbewirtung. Diese wurde gemeinschaftlich mit anderen Heinsheimern unter anderem durch die Mitwirkung an den Dorf- und Neckarfesten finanziert. Nicht wenig konnte auch in Eigenleistung erbracht, wobei sich insbesondere die TSV-Rentner hervortaten, auch hier wieder mit und durch das hohe Engagement von Erwin Müssig. Für die Vorstandschaft stand für die folgenden Jahren jetzt das Sparen auf der Agenda, der Verein hatte sich trotz der eines guten finanziellen Puffers mit einigen Hunderttausend DM verschuldet. So wurde eine der wichtigen Aufgaben der Vereinsführung die Absicherung der Miet- und Pachteinnahmen für die Gaststätte und Vereinswohnung, als auch die Durchsetzung einer Erhöhung der Mitgliedsbeiträge.

Sportlich gelang der Fußballabteilung im Jahr 2000 der bislang letzte große Erfolg mit dem erneuten Aufstieg in die Kreisliga A. Nach einigen erfolgreicheren Jahren, in denen auch an der Tabellenspitze mitgespielt wurde, beendeten dann aber einige Leistungsträger ihre aktive Laufbahn und die stark verjüngte Mannschaft konnte das Spielniveau nicht mehr erreichen, woraufhin sie im Jahr 2005 erneut in die Kreisliga B2 Unterland abstieg, in der bis heute mit unterschiedlichem Erfolg gespielt wird.

Um den erforderlichen sanitären Anforderungen zu entsprechen wurde die Tennishütte ab 2002 umgebaut und aufgestockt. Am 20. Juli 2003 wurde das neue Heim der Tennisspieler schließlich mit einem Tag der offenen Tür eingeweiht.

Bild 042b: Tennisanlage

Die neuen deutlich verbesserten Trainingsverhältnisse in der neuen Sporthalle zeigten bei den Hebern Wirkung, und so bescherten Sie dem TSV im Jahr 2002 nach drei erfolgreichen Jahren in der 2. Bundesliga Südwest den Aufstieg in die 1. Bundesliga Mitte. In der „Königsklasse“ konnte man sich vier Jahre lang erfolgreich präsentieren, musste aber auf Grund einer Neustrukturierung der Ligen 2005 in die 2. Bundesliga zurück. 2007 gelang der Wiederaufstieg, doch trotz gestiegener Mannschaftsleistungen (Bestleistung 674,4 Relativpunkte) konnte ein erneuter Abstieg in die 2. Bundesliga Südwest nicht verhindert werden.

Nicht nur die Aktiven auch unsere Senioren sorgten für Bestleistungen: Nach vielen Deutschen Meisterschaften und mehreren Titeln als Vizeeuropameister wird Walter Kirrstetter 2003 Weltmeister der Senioren.

Bild 43: Walter Kirrstetter, Weltmeister 2003

Der Lotse ging von Board. Erwin Müssig hatte das Vereinsschiff aus "rauer" See sicher in einen ruhigen Hafen geführt und dann in unermüdlichem Einsatz das Hallenprojekt zum guten Ende geführt. Was für ihn eine kurzfristige Übergangslösung sein sollte, um den TSV aus der Führungsnot zu retten, mündete in einem nahezu acht Jahre währenden Fulltime-Job. Als er sich 2003 nicht mehr zur Wahl stellte, hatte er aber zuvor wohl vorbereitet das Feld "bestellt" und alle Positionen für die Neuwahl der Vorstandschaft abgesichert.

So wurde mit Gundi Störner als 1. Vorstand, Roland Scherbenske (2. Vorstand), Manfred Schädler (3. Vorstand), Bernhard Müller (Kassier) und Michael Dieffenbach (Schriftführer) ein junges, aber "vereinserfahrenes" Führungsteam gewählt, das in dieser Zusammensetzung bis heute dem TSV vorsteht und in enger Abstimmung mit den Abteilungsleitungen und dem Ausschuss arbeitet. Eine der ersten Amtshandlungen der neuen Vereinsführung und des neu formierten Ausschusses war die Würdigungen der Verdienste von Erwin Müssig, der einstimmig als erstes Mitglied des TSV Heinsheim zum Ehrenvorstand ernannt wurde.

Liebe Mitglieder, Heinsheimer, Freunde und Förderer des TSV Heinsheim,

vielleicht hat dieser Rückblick in die 100-jährige Geschichte des Vereins in dem einen oder anderen von euch das Interesse geweckt, den Platz des passiven Zuschauers mit der aktiven Mitgliedschaft in einer der Abteilungen zu tauschen oder sich in die Vereinsarbeit stärker einzubringen. Es hat sich viel verändert in den vergangen 100 Jahren, vieles zum Positiven, so manches vielleicht auch zum Negativen. Leider ist auch Einiges durch unglückliche Umstände verloren gegangen oder in Vergessenheit geraten. So mancher, der für seinen TSV lebte und sich engagierte, findet dadurch möglicherweise unverdienter- und unbeabsichtigterweise keine Erwähnung.

Der TSV Heinsheim ist ein Sportverein, der sich nicht nur sportlich, sondern auch sozial und kulturell engagiert. Wie die meisten Vereine leben wir vom Einsatz unserer ausschließlich ehrenamtlichen Helfer, die den Verein am Leben erhalten, sei es bei der Vereins- und Abteilungsführung oder bei der Sicherstellung und Durchführung aller sportlichen Angebote und Übungsstunden. Dass der Sportverein kein "Auslaufmodell" ist, zeigt sich daran, dass wir immer noch wachsen und heute mit über 750 Mitgliedern einer der größten Vereine im Stadtgebiet Bad Rappenau sind.

Mit Blick auf die Entwicklung und auf das sportliche Engagement in unseren Abteilungen, insbesondere der Jugendarbeit, muss uns daher heute nicht bange werden und wir können mit Zuversicht in das nächste Jahrhundert gehen.

 

 

 

Die Abteilungen stellen sich vor

 

Abteilung Frauenturnen

Wer hätte das gedacht? Sogar schon vor dem Zweiten Weltkrieg hat es eine Damenabteilung im TSV Heinsheim gegeben. Leider ist heute allerdings nicht mehr bekannt, in welchen Bereichen die Damen damals aktiv waren, ob sie tatsächlich selbst Sport betrieben oder sich vielleicht in einem Singkreis eingebracht hatten. Definitiv fest steht allerdings, dass es bereits von 1945 bis 1950 einen Trupp sportbegeisterter Frauen gab, die zusammen eine Damenhandballmannschaft gründeten und diese auch erfolgreich betrieben. Man kann sie sozusagen als die Vorreiterinnen des Heinsheimer Frauensports betrachten.

Doch nach der Auflösung der Mannschaft 1950 tat sich erst einmal lange Jahre nichts. Erst 1966 erwachten die Heinsheimer Frauen aus ihrem sportlichen Tiefschlaf und begannen wieder, sich aktiv in den Verein einzubringen und körperlich zu betätigen. Die Initiative ging damals von Hilde Müller aus, die kurz nach Fastnacht 1966 die Frauenabteilung des TSV neu begründete, die erste Frauenturngruppe einrichtete und trainierte. Da besonders die Männerwelt zu dieser Zeit sehr interessiert und angetan war von der neuen sportlichen Begeisterung der Frauen, musste in der ersten Zeit mit Stoffbahnen und Vorhängen dafür gesorgt werden, dass den Damen bei den Übungen zumindest etwas Privatsphäre blieb.

Bild 001: Hilde Müller mit Frauenturnerinnen

Bild 002: Frauenturnen 70er-Jahre

Schon kurz nach Neugründung der Frauenabteilung kam es 1967 auch zur Gründung einer Kinderturngruppe, die insbesondere durch das Engagement vieler Frauen und Mütter getragen und überhaupt erst möglich gemacht wurde. Um zur Beschaffung von Geräten und Material für die Turnstunde die nötigen finanziellen Mittel zusammenzubekommen, wurde an gemeinsamen Abenden viel für Basare gestrickt und genäht.

Bild 003: Kinderturnen 1973

Nach einer kurzen Pause Anfang 1979 wurde das Kinderturnen ein halbes Jahr später von Getrud Winkler und Gisela Schäfer fortgeführt. Da Getrud Winkler aber bald aus beruflichen Gründen ausschied, leitete Gisela Schäfer von nun an die Stunden allein, zunächst ohne Vorkenntnisse – dafür aber mit viel Herz und der Unterstützung einiger Mütter – bis sie nach intensiver Weiterbildung 1984 ihren Übungsleiter machte.

1987 wurde wegen hoher Nachfrage eine zweite Frauenturngruppe unter der Leitung von Gisela Schäfer speziell für jüngere Frauen ab 16, eingerichtet. Gisela Schäfer übernahm im Jahr 1995 schließlich auch die erste Turngruppe von Hilde Müller, nachdem diese schon zuvor ihr Amt als Abteilungsleiterin aus Altergründen an sie übergeben hatte.

Bild 004 Frauenturnen beim Festumzug

Bild 005 Frauenturnen beim Festumzug

1994 übergab Gisela Schäfer dann nach 15-jährigem Einsatz die Leitung des Kinderturnens an ein jüngeres Team, erweiterte dafür aber 1999 das sportliche Angebot der Frauenabteilung um einen samstäglichen Walkingtreff.

Gisela Schäfer übergab 2004 ihrer Tochter Katja Ehemann die Abteilungsleitung; seit Anfang 2010 hat Vera Schaller das Amt inne.

Das Angebot des Frauenturnens ist heute breit gefächert und erfreut sich großer Beliebtheit:

Jeden Montag findet um 19.30 Uhr eine Turnstunde speziell für Frauen über 50 statt. Im Anschluss, um 20.30 Uhr, trainieren jüngere Sportlerinnen. Beide Kurse finden unter der Leitung von Gisela Schäfer statt. Das Programm ist vielfältig und reicht von Gymnastik und Muskeltraining, bis zu Ausdauertraining und Beweglichkeitsübungen.

Jeden Dienstag, um 20.00 Uhr, finden seit 2010 jede Woche Pilates-Stunden unter Leitung von Katja Ehemann statt. Bei Pilates handelt es sich um ein sanftes und effektives Training für den gesamten Körper.

Jeden Mittwoch um 19.00 Uhr findet ebenfalls unter der Leitung von Katja Ehemann ein Aerobic-Kurs statt. Neben Standard-Aerobic sorgen Step-, Salsa-, Dance- und Kickbox-Aerobic für genügend Abwechslung und Spaß an der Bewegung.

Bild 008 Gruppe Katja Ehemann

Bild 009 Frauenturnen gesamt

Samstags findet sich zusätzlich unter der Leitung von Gisela Schäfer eine kleine Walkinggruppe zusammen, die – mit oder ohne Stöcke – bei Wind und Wetter auf ihren einstündigen Marsch geht.

Bild 006 Gruppe Gisela Schäfer

Bild 007 Gruppe Gisela Schäfer

Was vielen Frauen an dem reichhaltigen Sportangebot besonders gut gefällt, ist die ungezwungene Atmosphäre, in der sie dort Sport treiben können. Die fachkundige Anleitung der Übungsleiterinnen, die immer wieder mit neuer Energie und frischen Ideen an ihre Aufgabe herangehen, motivieren zusätzlich und lassen Langweile gar nicht erst aufkommen.

Doch im TSV Heinsheim, und ganz besonders in der Frauenabteilung, geht es nicht nur um den Sport. Die Gemeinschaft und das Miteinander werden hier großgeschrieben, weswegen der Spaß und der Kontakt unter den Mitgliedern nicht zu kurz kommen sollen. Aus diesem Grund wird jedes Jahr viel Zeit und Mühe investiert, um das Gemeinschaftsgefühl bei außergewöhnlichen Ausflügen zu stärken – ob 2008 bei einem Wochenendausflug nach Straßburg und Paris, bei dem 15 Frauen in Straßburg in den Genuss echter Elsässischer Flammkuchen kommen oder in Paris unter anderem auf einer Seine-Rundfahrt echtes französisches Lebensgefühl kennen lernen durften; oder bei einem Tagesauflug auf die Blumeninsel Mainau am Bodensee oder einer dreitätigen Reise nach Hamburg. Aber auch während des Jahres ist für viel Abwechslung gesorgt, selbst für den kleineren Geldbeutel: Ein „kleiner Stammtisch“ nach dem Sport, gemütliche Winterfeiern mit Schneewanderung, oder ein Marsch nach Zimmerhof zum Flammkuchen-Essen – das bringt die Gruppe zusammen und ist neben dem Sportprogramm nicht mehr wegzudenken.

Bild 010 bis Bild 012

Und das Konzept scheint aufzugehen: Die rege Beteiligung an den Sportstunden, deren Teilnehmer oft schon jahrelang dabei sind, spricht für sich – genauso wie die Zahl der Neuzugänge. Die großartige Arbeit der Übungsleiterinnen und das Engagement der Mitglieder machen das Sportprogramm der Frauenabteilung zu einem echten Erfolg, das somit nicht nur zur körperlichen Gesundheit beiträgt, sondern auch ein wenig Lebensfreude bringt.

Bild 013 - Bild 017

 

 

 

 

Abteilung Fußball

Wie alles begann

Nach der Gründung des Turn- und Kraftsportvereins im Jahre 1911 war Fußball noch kein Thema in Heinsheim. Dies änderte sich erst nach dem 1. Weltkrieg, als viele der entlassenen deutschen Kriegsgefangenen die Begeisterung für den Fußball aus England mitbrachten. Um 1920 wurde daher eine Fußballabteilung an den TSV angegliedert. Die Begeisterung blieb aber nicht ungetrübt, es gab Spannungen zwischen den Abteilungen. Dies führte 1922 schließlich zur Abspaltung und Gründung eines neuen Vereins, dem VfB Heinsheim. Gründungsmitglieder waren Konrad Holzwarth, Gustav Bergtold und Josef Müller, der zu der Zeit sicherlich noch nicht ahnte, welche bedeutende Rolle er später für den Verein und die Gemeinde spielen würde.

Die ersten Jahre

Gleich nach der Gründung des VfB meldete man eine Mannschaft und trat in der C-Klasse im damaligen Gau Hohenlohe an. Man sammelte in erster Linie Erfahrung und belegte zum Ende der Saison 1923 den letzten Platz. Im zweiten Jahr lief es schon viel besser, und man belegte einen zweiten Platz. Gegner waren damals Vereine aus Kochendorf, Neckarsulm, Oedheim aber auch schon Züttlingen. Im dritten Jahr war es dann soweit, man wurde Meister der C-Klasse und stieg auf in die B-Klasse.

Bild 001: Meister der C-Klasse 1925

Als Aufsteiger brachte man dann das Kunststück fertig, mit einem hervorragenden zweiten Platz gleich noch mal aufzusteigen und fand sich ab 1927 in der A-Klasse wieder. Diese Erfolge sorgten natürlich auch für Begeisterung bei der Heinsheimer Dorfjugend für den Fußballsport, sodass noch im selben Jahr eine Jugendabteilung ins Leben gerufen wurde.

Bild 002: Festdamen anlässlich des 5-jährigen VFB-Jubiläums im Juli 1927

Ein Jahr später kamen Leichtathleten, Damenturnen und sogar eine Sängerabteilung hinzu. Im Jahr 1929 kam es dann zu einer kurzen Unterbrechung des Spielbetriebs. Nach einem Spielabbruch gegen Gemmrigheim und anschließenden Streitigkeiten mit den Verbandsverantwortlichen des Gau Hohenlohe wurde die Mannschaft zurückgezogen. Bis zum Neustart 1930 im Gau Elsenz wandten sich die Spieler mit einigem Erfolg der Leichtathletik zu.

Die 1930er-Jahre

Ab 1930 trat man in der A-Klasse des Gau Elsenz an und wurde im ersten Jahr gleich Vizemeister. Ab 1931 wurden die A-Klassen Elsenz und Neckar zusammengelegt und man belegte unter den 14 Mannschaften einen 4. Platz. Die Mitglieder Wilhelm Müller, Karl Müller, Jakob Brell und Otto Scherz schlossen sich zu einer Vereinskapelle zusammen und waren fortan fester Bestandteil des Vereinslebens. Im darauffolgenden Jahr wurde man Meister der A-Klasse Elsenz/Neckar und gewann gegen den Heidelberger A-Klassen-Meister Oftersheim die Kreismeisterschaft. Warum der hierdurch errungene Aufstieg in die damalige Kreisliga II nicht zustande kam, lässt sich heute nicht mehr genau sagen. Vermutlich haben aber wohl finanzielle Gründe eine Rolle gespielt.

Im Jahr 1932 wurde das 10-jährige Bestehen des VfB gefeiert und das dreiblättrige Kleeblatt am Trikot wurde nicht nur Symbol des Jubiläumsjahres, sondern blieb es auch fortan für den Heinsheimer Fußball. Im Jahr 1933 wurde man Vizemeister hinter Eberbach. Nicht ganz freiwillig wurden im Februar 1934 unter lokalpolitischem Druck die beiden Heinsheimer Sportvereine zum TSV Heinsheim zusammengeführt. Josef Müller wurde der erste Vorstand des neuen Vereins. Sportlich belegte man in den weiteren Jahren stets vordere Plätze in der A-Klasse, 1936 (Abteilungsmeister), 1937 und 1939 wurde man jeweils Meister der A-Klasse, dann wurde wegen des herannahenden Krieges und der vielen zur Wehrmacht eingezogenen Spieler der Spielbetrieb eingestellt.

Bild 003: Zeitungsausschnitt Bannmeister 1938/1939

 

Der Neubeginn nach dem Krieg

Schon im Oktober 1945, also nur fünf Monate nach Kriegsende, wurde der Verein VfB Heinsheim 1922 mit Zustimmung der Besatzungsmacht neu gegründet. Erster Vorstand wurde Karl Brell. Da andere Heinsheimer Vereine noch nicht so weit waren, schlossen sich Sänger und die Damensportgruppe dem VfB an. Weil damals Handball im Freien gespielt wurde, gab es sogar eine Damenmannschaft. Im Jahr 1947 rollte dann der Fußball wieder regelmäßig. Man war dem Bezirk Neckar-Tauber zugeordnet und hatte es in der A-Klasse mit Gegnern wie Mosbach, Eberbach, Limbach, Neckarelz, Wertheim und Lauda zu tun. Am Ende war man zusammen mit Mosbach punktgleich Tabellenführer, verlor aber das Entscheidungsspiel um die Meisterschaft knapp mit 2:3. Ab dem Jahr 1949 wechselte man wieder in den württembergischen Bezirk Unterland.

Zurück im Bezirk Unterland

Bild 004: VFB 1952 (von links: hinten: Willi Hartmann, Hermann Klein, Gerhard Thalacker, Heinz Birkel, Günter Müller, Heinrich Fink; Vorne: Fritz Krauter, Albert Schmetzer, Heinz Hartmann, Stefan Kisvarie, Willi Seufert)

Ab dem Jahr 1949 begann man wieder im Württembergischen in der B-Klasse Kocher/Jagst zu spielen, bleibt aber dem Badischen Fußballverband untergeordnet. Auf Anhieb wurde man Meister und schaffte den Aufstieg in die A-Klasse. Im Jahr 1951 schaffte man als überlegener A-Klassenmeister den Aufstieg in die damalige Bezirksliga. Man feierte im Jahr 1952 das 30-Jährige Bestehen des VfB mit einem umfangreichen Festprogramm. In der Bezirksliga belegte man zum Saisonende 51/52 einen hervorragenden 3. Tabellenplatz. Durch die Umstrukturierung der Fußballbezirke im Jahr 1953 (Auflösung Bezirksliga, Einführung der 1. und 2. Amateurliga, sowie Bildung einer C-Klasse) wurde der VfB wieder der A-Klasse zugeordnet, hatte aber nach wie vor zwei Staffeln unter sich.

Bild 005: VFB Jugend 1952

Der neue/alte TSV

Dank des großen persönlichen Engagements des damaligen Bürgermeisters und VfB-Vorstandes Josef Müller kam es 1954 zum Zusammenschluss des VfB mit dem erst 1950 gegründeten Kraftsportverein zum neuen TSV Heinsheim 1911 e.V.

Bild 006: Meistermannschaft 1952

Vor allem der anstehende Hallenbau verband nun alle Heinsheimer Sportler in einem gemeinsamen Verein. Auch als TSV blieben die Heinsheimer Fußballer überaus erfolgreich. So wurde man 1957 Pokalmeister der A-Klasse und nahm an der Aufstiegsrunde zur 2. Amateurliga teil. Leider verlor man das entscheidende Spiel gegen die TG Heilbronn in Jagstfeld. Bis 1968 spielte man ununterbrochen in der A-Klasse Unterland mit einigen sehr guten Platzierungen. Doch trotz allem Einsatz kam 1969, nach 19 Jahren in der A-Klasse, der Abstieg in die B-Klasse.

Bild 008 die aktiven Mannschaften 1955 anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des VFB

Bild 009: Aufmarsch VFB 1956 - 1000-Jahr Feier Heinsheim

 

 

 

Zurück in der A-Klasse

Dank der guten Jugendarbeit gab es keine Nachwuchssorgen für die Aktiven und man konnte trotz des Abstiegs weiterhin optimistisch nach vorn blicken. Unser Sportgelände bekam einen Trainingsplatz mit Flutlichtanlage. Nach der Vizemeisterschaft 1970 (die Reserve wurde Meister) gelang im 60-jährigen TSV Jubiläumsjahr die Meisterschaft und der erneute Aufstieg in die A-Klasse. Gemeinsam mit den anderen Mitgliedern des Vereins nahm man am dreitägigen Ausflug nach Berlin, von dem mancher der Älteren heute noch gerne berichtet, teil. Es folgt das 50-jährige Jubiläum der Fußballabteilung im Jahr 1972.

Bild 010: Fußballbetrieb um 1962

Bild 011: D-Jugend 1965 (von links: Engelbert Bergtold, Uwe Link, Ulrich Hofmann, Frieder Buck, Willi Krauter, Gerd Beyersdörfer, Walter Freppan, Walter Müller, Albert Schmetzer, Peter Litterer, Bertram Hartmann, Uli Müller, Klaus Schädler)

Trotz des relativ schnellen Wiederaufstiegs kam nie mehr die Konstanz der 60er-Jahre in die Leistung der Aktiven. Man wurde Herbstmeister und stieg nach einer katastrophalen Rückrunde fast noch ab. Im Jahr 1975 war der erneute Abstieg in die B-Klasse nicht mehr zu vermeiden. Ab 1979 gab es erneut eine Reform der Ligen. Es wurden die beiden Amateurligen abgeschafft und durch die Landes- bzw. Verbandsliga ersetzt. Die A-Klasse hieß nun Bezirksliga, die B-Klasse in der der TSV spielte wurde Kreisliga A und die C-Klasse zur Kreisliga B. Ansonsten blieben die Leistungen der Heinsheimer Kicker eher Mittelmaß und kamen immer öfter in Abstiegsnöte. 1982 konnte man in letzter Minute den Abstieg noch verhindern, doch 1985 musste man nun doch den Gang in die unterste Klasse antreten. Dies war sicher für viele der Altgedienten bitterer als für manchen der aktiven Fußballer selbst.

Bild 012: Mannschaft mit Trauerflor 1965 (von links; hinten: Walter Jahan, Klaus Schädler, Adolf Nikolaus, Günter Hespelt, Günter Hartmann, Heinz Hartmann, Walter Beyersdörfer; Vorne: Andreas Frank, Hermann Lang, Hermann Hartmann, Matthias Ritter, Werner Hartmann)

Bild 013:   C-Jugend 66-67 (von links, hinten: Ulrich Hofmann, Manfred Birkel, Bertold Graner, Horst Blas, Rolf Müller, Willi Krauter; Vorne: Waldemar Blas, Frieder Buck, Peter Litterer, Trainer Fritz Krauter, Gerd Beyersdörfer, Helmut Link)

Bild 014: A-Jugend 1967 Staffelmeister (von links; hinten: Werner Grässlin, Karl Brell, Josef Weber, Hajo Treder, Bernhard Müller, Günter Konrad, Otto Müller,Trainer Hans Link; Vorne: Lothar Askani, Armin Hartmann, Gerd Hofmann, Albrecht Thielmann, Helmut Link)

 

Die Hoffnung stirbt zuletzt

In der Kreisliga B dauerte es bis 1991, ehe man endlich unter der Regie von Norbert „Nobbes“ Lang den Aufstieg in die Kreisliga A schaffte. Gleichzeitig schaffte auch die Reserve die Meisterschaft, sodass die Freude besonders groß war. In den Jahren 1991 bis 1997 blieb man jedoch Mittelmaß in der Kreisliga A und erreichte als bestes Ergebnis einen 8. Tabellenplatz. Da mittlerweile einige der etablierten Stammspieler ihre Karriere beendeten, konnte man 1997 die Klasse nicht mehr halten und musste wieder in die Kreisliga B absteigen. Unter Wilfried „Hoffie“ Hofmann gab es einen Neuanfang und nach drei Jahren im Jahr 2000 gelang auch wieder der Aufstieg. Vor allem in den Saisons 2001/02 und 2002/03 spielte man mehr als nur gut mit und belegte unter Trainer Walter Freppan in 2002 einen hervorragenden 3. Tabellenplatz. Leider hielt das Hoch nicht lange an und nach und nach kam man wieder den Abstiegsrängen näher. Auch Trainerwechsel nützten nichts, 2005 ging es wieder runter in die Kreisliga B, wo wir seitdem bis heute durchgängig spielen. Dank einer deutlichen Verjüngung und auch Erweiterung des Kaders spielt man seit Jahren immer um den Aufstieg mit. In den entscheidenden Spielen fehlt dann aber immer der letzte Tick, um sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen. Auch in der Saison des Jubiläumsjahres werden wir das Ziel Aufstieg wieder fest ins Visier nehmen, um uns allen damit das schönste Jubiläumsgeschenk zu machen.

Bild 015 B und C-Jugend (von links; hinten: Albrecht Thielmann, Alexander Winkler, Bernhard Grässlin, Jürgen Bauschert, Eberhard Zimmermann, Wolf Combe, Bernhard Hofmann, Klaus Neuwirth, Peter Hudelmeier, Michael Rothe, Markus Joos, Erwin Dittmar; Vorne: Ingo Fein, Alexander Hartmann, Holger Dittmar, Michael Dieffenbach, Udo Basler, Jürgen Lietzow, Alexander Frank, Günter Hartmann, Michael Schädler, Hans Joachim Feuchter)

Die ehemaligen Funktionäre und verdiente Helfer der Abteilung

Leider ist es uns nicht möglich, eine umfassende Auflistung aller Funktionsträger und Trainer zu erstellen. Daher beschränken wir uns an dieser Stelle auf die Ehrenmitglieder und Abteilungsleiter der vergangenen Jahre, um zumindest die jüngere Vergangenheit zu dokumentieren. Sollten wir jemand vergessen haben, so bitten wir um Entschuldigung.

 

Die Abteilungsleiter Fußball seit 1980

1980 Günter Müller
1981 – 1986 Herrmann Holzwarth
1986 – 1992 Gernot Schädler
1992 – 1993 Jürgen Beyersdörfer
1993 – 1996 Bernhard Müller
1996 – 2003 Gundi Störner
2003 – heute Hans-Joachim Feuchter

 

 

Die Funktionäre der Abteilung im Jubiläumsjahr

 

Bild 016 Abteilungsauschuss (von links; hinten: Kassier Oswald Baum, stellv. AL Michael Frizzera, Schriftführer Uwe Roth, stellv. AL. Andreas Nägelein, Platzkassier Bernd Paulmann, AL Hans-Joachim Feuchter. Vorne: Spielleiter Jürgen Beyersdörfer, Homepage-Macher Mirco Speck, Stadionheft-Macherin Simone Hartmann, Jugendleiter Thomas Bräcklein, Beisitzer Kuno Holzwarth)

Abteilungsleitung

Seit 2003 wird die Abteilung von Hans-Joachim Feuchter geleitet. Er spielte außerdem seit seiner frühesten Jugend bis heute beim TSV.

Stellv. Abteilungsleitung

Die Stellvertretung der Abteilungsleitung wird von Andreas Nägelein (seit 2003) und Michael Frizzera (seit 2009) übernommen. Beide spiel(t)en für den TSV Fußball und hatten auch schon andere Funktionen in der Abteilung inne.

Jugendleiter

Neu im Amt als Jugendleiter ist seit 2009 Thomas Bräcklein, der sich zuvor als Chefredakteur unseres Stadionhefts und als Jugendtrainer in der Abteilung engagiert hatte.

Stellv. Jugendleitung

Ähnlich wie bei den Abteilungsleitern haben wir auch im Jugendbereich die Last auf zwei Schultern verteilt. Neben der vormaligen Jugendleiterin Nicole Lardani übernimmt Klaus Donwen diese Aufgabe, der gleichzeitig auch als Jugendtrainer tätig ist.

 

Kassier

Die Finanzen der Abteilung werden seit 2003 von Oswald Baum verwaltet. Außerdem engagiert er sich auch für alle anderen Belange in der Abteilung mit Rat und Tat.

 

Platzkassier

Unser Platzkassier Bernd Paulmann ist auch in der Tennisabteilung sehr engagiert. In den 90er-Jahren war er auch Jugendleiter der Fußballabteilung. Er wird in seinem Amt von Hans Hudelmaier unterstützt.

 

Schriftführer

Schriftführer und Pressewart ist seit 1994 Uwe Roth.

Spielleiter

Unser Spielleiter ist Jürgen Beyersdörfer, der dieses Amt 1996 von seinem Vater und unserem Ehrenmitglied Walter Beyersdörfer übernahm.

Beisitzer

Die Beisitzer, die uns in unseren Sitzungen mit Rat und Tat unterstützen sind:

Melanie Dürr, Konrad Holzwarth, Roland Dürr und Kurt Litterer

Stadionheftbetreuung

Die Betreuung unserer Werbepartner und die redaktionelle Koordination erledigt seit 2009 Simone Hartmann.

Webmaster

Unsere Homepage wird von Mirco Speck gestaltet und stetig weiterentwickelt. Schauen Sie doch einfach einmal herein bei www.Fußball-heinsheim.de - wir meinen, sie wird Ihnen gefallen.

Außerdem wollen wir natürlich auch unserer seit Jahrzehnten tätigen Trikotwäscherin Leoni Beyersdörfer, die trotz ihrer 80 Jahre immer noch diese Aufgabe erfüllt, an dieser Stelle danken.

Übersicht der größten sportlichen Erfolge

Aktive

1925      Meister der C-Klasse Gau Hohenlohe

1926      Meister der B-Klasse Gau Hohenlohe

1932      Meister der A-Klasse Elsenz/Neckar

1936      Abteilungsmeister der A-Klasse

1937      Meister der A-Klasse

1939      Meister der A-Klasse (Bannmeister)

1947      Punktgleicher Erster (mit Mosbach) A-Klasse Neckar-Tauber

1950      Meister B-Klasse Kocher-Jagst
1951      Meister A-Klasse
1957      Pokalmeister A-Klasse
1971      Meister B-Klasse
1991      Meister der Kreisliga B
2000      Meister der Kreisliga B

Erläuterungen zu den Bezeichnungen der Ligen ab 1947:
Landesliga        bis 1978 II. Amateurliga (wobei es darüber nur noch die I. Amateurliga, die 2. und 1. Bundesliga gab) 
Bezirksliga        bis 1952 Bezirksklasse und bis 1978 A-Klasse 
Kreisliga A        bis 1952 A-Klasse und bis 1978 B-Klasse 
Kreisliga B        bis 1952 B-Klasse und bis 1978 C-Klasse

Jugend

1930      Jugendmeister Kreisklasse
1937      A-Jugend Gaumeister Hohenlohe
1965      C-Jugend Staffelmeister
1966      D-Jugend Staffel- und Bezirksmeister
1967      B-Jugend Staffelmeister
             A-Jugend Bezirksmeister
1968      C-Jugend Staffelmeister
1970      B-Jugend Staffelmeister
1993      B-Jugend Staffelmeister
1994      F-Jugend Staffelmeister
             B-Jugend Staffelmeister
1995      E-Jugend Staffelmeister
1997      F-Jugend Staffelmeister

AH-Mannschaft

1975      Stadtpokalsieger Bad Rappenau

Unsere Mannschaften 2010/2011

Bild 017 1. Mannschaft: (von links, hinten) Joachim Feuchter (Abteilungsleiter), Andreas Nägelein (stv.Abteilungsleiter), Michael Lotz, Norman Sigmann, Erkan Yavuz, Chistian Kuhn, Kevin Störner, Norman Bauer, Norman Litterer, Jürgen Beyersdörfer (Spielleiter), Michael Frizzera (Co-Trainer); (vorne, von links) Ronny Stoppe, Mirco Speck (C), Michael Patkos, Patrick Berg, Gökhan Canpolat, Timo Lautenbach, Andreas Egler, Marco Lardani (Trainer)

Bild 0182. Mannschaft: (von links, hinten) Joachim Feuchter (Abteilungsleiter), Michael Frizzera (stv.Abteilungsleiter), Andreas Nägelein (stv.Abteilungsleiter), Kim Störner, Mario Müßig, Jens Stieler, Franco Basile, Christian Schneider, Daniel Müßig, Marco Lardani (Trainer), Jürgen Beyersdörfer (Spielleiter); (vorne von links) Marc Statler, Robin Kuhn, Mehmet Saritas, Gökhan Canpolat, Pascal Gräslin, Michael Schädler, Timo Renner (C), Alexander Lang

 

Bild 019Bambini: (von links, hinten) Michael Dittmar, Timo Schädler, Joachim Heß; Vorne:Lucca Heß, Louis Schädler, Philip Hofmann, Marlon Dittmar, Lukas Wolf)

Bild 020: D_Jugend: (von links; hinten) Sven Großkinsky, Fabian Jörg, Noah Neuwirth, Malek Kadorah, Tom Fuchs, Jan Weimar; Vorne: Suleiman Kassem, Jan Adamek, Seline Großkinsky, Tizian Pohl)

Bild 021: E_Jugend: (von links) Kassim Kassem, Philip Weimar, Christian Schwaninger, Nico Schweickert, Mohamed Kassem, Cedric Wöpe, Leonie Lämmle, Klara Beinroth, Holger Dittmar.)

Bild 022: F_Jugend: (von links; hinten) Klaus Neuwirth, Thomas Peters, Marco Hackstock, Marcel Kampp, Luisa Bräcklein, Lukas Jörg, Giuliana Lardani, Nico Bräcklein, Klaus Donwen, Thomas Bräcklein, Mathias Hackstock; vorne: Maximilian Hauck, Lena Donwen, Paul Neuwirth, Aaron Katzmann, Niklas Schwarz, Jana Peters, Tom Schädler)

Bild 023: Gastspieler: (von links; hinten) A-Jugend Dennis Neuwirth, Thomas Scheirich, Nicolas Schneider, Felix Fuchs; Vorne: B-Jugend Simon Jörg, Marcel Großkinsky, Timo Guldi)

Bild 024: Jugendtrainer

Aktivitäten/sportliches Angebot

Übungsleiter / Trainingszeiten

Aktive

Trainer:              Marco Lardani

Co-Trainer:         Michael Frizzera

Trainingszeiten:

Feld:            Di     19.00 – 21.00 Uhr

                   Do    19.00 – 21.00 Uhr                           

Halle:          Mi    19.00 – 21.00 Uhr

 

Jugend

Bambini

Trainer:      Timo Schädler

                 Michael Lotz

                 Joachim Heß

Trainingszeiten:

Feld:          Do    17.00 – 18.00 Uhr                           

Halle:         Do    17.00 – 18.00 Uhr

F-Junioren

Trainer:      Klaus Donwen

                 Thomas Peters

                 Klaus Neuwirth

                 Thomas Bräcklein

Trainingszeiten:

Feld:          Fr     17.00 – 18.00 Uhr

Halle:         Fr     17.00 – 18.00 Uhr

E-Junioren

Trainer:      Michael Schädler

                 Holger Dittmar

                 Daniel Müßig

Trainingszeiten:

Feld:          Di     17.30 – 19.00 Uhr                           

Halle:         Di     17.30 – 19.00 Uhr

D-Junioren

Trainer:      Sven Großkinsky

                 Felix Fuchs

Trainingszeiten:

Feld:          Mi    17.30 – 19.00 Uhr

Halle:         Mi    17.30 – 19.00 Uhr

Verband Ehrungen/Ämter

Anerkennungspreis des WFV für gute Jugendarbeit
1970          Erneuter Anerkennungspreis für Jugendarbeit erhalten
1972          Hans Link erhält Bronzene Jugendleiter-Ehrennadel des WFV
1982          Hans Link erhält Bronzene Spieler-Ehrennadel des WFV
1987-91     Werner Gräßlin ist Staffelleiter der Kreisliga B

Schiedsrichter

Unsere Schiedsrichter der letzen Jahre waren (in alphabetischer Folge)

Bauer, Gerhard
Berg, Wilhelm
Dieffenbach, Michael
Freppan, Walter
Frizzera, Michael
Holzwarth, Konrad
Hudelmaier, Hans
Krauter, Dirk
Link, Hannes
Müßig, Erwin
Qualitz, Lothar
Senghaas, Klaus
Sigmann, Jürgen
Stark, Martin
Störner, Annika
Störner, Gundi
Thalacker, Gerhard
Zimmermann, Hans
Zimmermann, Uschi

 

Intersport Trainingscamp

Kinder trainierten im Zeichen der WM in Südafrika!

 

Vom 21.05. bis 23.05.2010 veranstalteten wir auf unserem Sportgelände unser  1. Intersport Kicker Camp, welches ein „Riesenerfolg“ war.

 

Mit diesem Event holten wir das WM Feeling aus Südafrika für alle fußballbegeisterten Kinder im Alter zwischen sechs und 14 Jahren nach Heinsheim. Hierfür wurden die Teilnehmer mit einer Trainingsausrüstung in den Nationalfarben Südafrikas ausgestattet. Jeder Trainingstag begann mit einer Warm-up Choreographie zu afrikanischen Rhythmen. Anschließend fand ein Wechsel zwischen gezielter Technik- und Koordinationsschulung sowie der Anwendung des Gelernten im Wettkampf statt. Dabei sorgten die anwesenden DFB-Lizenztrainer für ein begeisterndes Trainingsklima und vermittelten den Kindern Spaß und Freude am Fußball.

 

Bild 026 - Bild 028 Intersport-Kicker Camp - Impressionen

Die Highlights der dreitägigen Veranstaltung bildeten die Schussgeschwindigkeitsmessung, der Dribbelwettkampf, die Krönung des Elfmeterkönigs, die Mini-Fußballweltmeisterschaft und das Spiele-Fest zum Abschluss, wo Eltern oder Geschwistern um die Wette punkten.

Den Kindern sowie den Trainern und Betreuern haben die 3 Tage super viel Spaß bereitet, sodass spontan beschlossen wurde, es im Jubiläumsjahr des TSV  gleich noch einmal zu  wiederholen.

Jugendturniere

Im Juni jeden Jahres veranstaltet die Abteilung ihr traditionelles Jugendturnier, bei dem vier bis fünf Altersgruppen mit entsprechend vielen Mannschaften gegeneinander antreten. Hier können die kleinen und großen Kicker alles zeigen, was sie so „drauf“ haben, denn es ist „ihr“ Turnier.

Das ist immer ein großes Ereignis für Kinder, Eltern, Verwandte und alle Fußballbegeisterten aus der Umgebung. Selbst für nicht ganz so am Fußball interessierte Zuschauer haben wir etwas zu bieten: Sie können bei einem gemütlichen Kaffee und selbstgebackenem Kuchen die Sommersonne genießen.

Seit es unseren Förderverein gibt, unterstützt dieser uns tatkräftig an diesen Wochenenden beim Verkauf von Kaffee, Kuchen und auch Eis.

Das Heinsheimer Jugendturnier ist immer ein Erfolg und wir hoffen, dass wir dieses traditionelle Ereignis noch lange weiter veranstalten können.

Bild 029 - Bild 031a: Jugendturnier

Förderverein

Am 14. Juli 2007 gründeten einige fußballbegeisterte Heinsheimer einen Förderverein für den Fußball in Heinsheim. Seitdem unterstützt dieser die Fußballabteilung in vielen Dingen und führt teilweise auch selbst Veranstaltungen durch. Mit den Erlösen aus Festivitäten, Spenden, Sponsoring und Mitgliedsbeiträgen werden die jugendlichen Fußballer des TSV mit Sachleistungen unterstützt und durch gemeinsame Ausflüge oder Feste motiviert. Derzeit wird der Förderverein von Jens Köllner als Vorstand geführt. Kassier ist Rüdiger Pohl, Schriftführerin Birgit Jörg.

Gauditurnier

Seit nunmehr fünf Jahren findet am Jugendturnier-Samstagabend ein Gaudi-Turnier statt. Daran können alle Heinsheimer, Ehemalige und Vereinsmitglieder ab 14 Jahre mit einer Mannschaft teilnehmen. Die Mannschaften sind bunt gemischt. Sie kommen von TSV-Abteilungen, Wirtschaftsteams (Thekenmannschaften), Frauen- und Mädchenmannschaften bis hin zu Heinsheimer Vereinen und Familienteams. Da geht es dann meist sehr lustig zu, denn es heißt ja nicht umsonst Gauditurnier. Hier steht der Spaß im Vordergrund und der sportliche Erfolg nur an zweiter Stelle.

An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an alle Helfer (Küche, Ausschank, Kaffee und Kuchen), Schiedsrichter und Eltern, die uns jedes Jahr und bei sämtlichen Veranstaltungen ganz toll unterstützen. Ohne ihre Hilfe wären solche Aktivitäten nicht möglich.

Bild 032 - Bild 035 Gauditurnier

Ausflüge / Freizeitaktivitäten

Der letzte „echte“ Ausflug liegt zwar mittlerweile schon ein paar Jahre zurück, aber stattdessen organisieren wir Kurzausflüge, Stadionbesuche, Wanderungen oder auch einfach nur ein gemütliches Fest mit unseren Familien und Fans.

 

 

 

Abteilung Gewichtheben

Und so fing alles an

Als Ende 1963 die Abt. Schwerathletik des TSV Heinsheim stillgelegt wurde, rechnete niemand damit, dass die Abteilung nur sieben Jahre später wieder aufleben würde.

Karlheinz Grauf, der sich als Jugendlicher zusammen mit Reinfried Straßner dem SV Germania Obrigheim angeschlossen hatte, trainierte bis nach seiner Bundeswehrzeit Anfang 1970 zu Hause in der Scheune. Der Lärm der Eisenhanteln zog immer mehr Jugendliche an, und als die Gruppe auf ca. 14 Nachwuchsheber gewachsen war, traf sich Karlheinz Grauf mit einigen ehemaligen Hebern und man beschloss, in Heinsheim wieder eine Schwerathletik Abteilung zu gründen.

Am 21. Juli 1970 fand im Gasthaus Hirsch die Gründungsversammlung statt. Der damalige TSV-Vorstand Karl Gimber zeigte sich über die erneute Gründung der Abteilung ebenso erfreut wie der damalige Bürgermeister Erich Sigmund, der die Hoffnung aussprach, die Abteilung möge das Dorf immer gut vertreten.

Die Abteilungsführung setzte sich damals wie folgt zusammen:

Abt. Leiter             Reinfried Straßner

Stellvertreter         Günter Müßig

Übungsleiter          Karlheinz Grauf

Stellvertreter         Ludwig Kirstätter

Kassier                  Hans Dieffenbach

Schriftführer          Heinrich Lang

Bereits im September 1970 konnte der erste Freundschaftswettkampf durchgeführt werden. Ab 1971 wurden dann in einer Hebergemeinschaft mit dem SV Germania Obrigheim in der Landesliga und der Bezirksliga an den Rundenwettkämpfen teilgenommen.

Bei den Einzelmeisterschaften ging jeder der beiden Vereine für sich an den Start und als man 1973 die Baden-Württembergische Junioren-Mannschaftsmeisterschaft gewann, zeichnete sich ab, dass man ab 1974 die Hebergemeinschaft auflösen und eine eigene Mannschaft an den Start schicken würde.

Die junge Mannschaft, bestehend aus Walter Kirrstetter, Josef Deigner, Harald Fuß, Ingolf Rummler, Klaus Rath, Bahri Canpolat, Rolf Kipp und Walter Weber, erreichte auf Anhieb den 3. Platz in der Bezirksliga.

Bereits 1975 konnte man eine 2. Mannschaft an den Start schicken.

1976 erfüllte sich der sehnliche Wunsch der Aktiven nach einem eigenen Trainingsraum, mit dessen Fertigstellung deutlich bessere Trainingsmöglichkeiten geschaffen wurden. Der Anbau an die alte Josef-Müller-Halle blieb dann auch die Heimat der Gewichtheber bis zum Neubau der Sporthalle.

Bis heute hat sich die Erfolgsstory der „Eisenstemmer“ fortgesetzt. Aktuell nehmen drei Mannschaften am Ligenbetrieb teil. Die Heber des TSV besuchen eine Vielzahl von Meisterschaften und sind für ihre hervorragende Jugendarbeit seit Jahrzehnten bekannt.

Auch als Veranstalter hat man sich inzwischen einen Namen gemacht. Hier waren natürlich die Deutsche Senioren-Meisterschaft 1999 und die Europameisterschaft der Senioren 2006 absolute Highlights.

Doch sehen Sie selbst!

 

Abteilungsleiter

1970 - 1972      Reinfried Straßner
1972 - 1979      Ludwig Kirstätter
1979 - 1981      Anton Csulits
1981 - 1985      Heinrich Lang
1985 - 1993      Ferdinand Wittmann, Karlheinz Biernoth, Gerald Vogt und Wolfgang Rein
1993 - 1997      Ferdinand Wittmann
1997 - heute     Martina Dosquet

Die 70er-Jahre

1. Mannschaft

1974       Bezirksliga                         Bestleistung      243,8                     Platz      3
1975       Bezirksliga                         Bestleistung      356,5                     Platz      2
1976       Bezirksliga                         Bestleistung      462,5                     Platz      1
              Aufstieg in die Landesliga
1977       Landesliga                         Bestleistung      481,0                     Platz      1
              Sieger des Aufstiegskampfes gegen RW Lörrach und SC Pforzheim
              Aufstieg in die Oberliga Baden Württemberg
1978       Oberliga                            Bestleistung      500,0                     Platz      1
1979       Oberliga                            Bestleistung      515,9                     Platz      2

Einzelerfolge

1978      Reiner Weidler                    Deutscher Vizemeister in der D-Jugend

 

Die 80er-Jahre

1. Mannschaft

1980       Oberliga                            Bestleistung      523,5                     Platz      3
1981       Oberliga                            Bestleistung      561,7                     Platz      1
              Aufstieg in die Regionalliga
1982       Regionalliga Südwest          Bestleistung      529,8                     Platz      5
1983       Regionalliga Südwest          Bestleistung      496,5                     Platz      5
1984       Regionalliga Südwest          Bestleistung      485,6                     Platz      6
              Abstieg in die Oberliga
1985       Oberliga                            Bestleistung      568,5                     Platz      2
1986       Oberliga                            Bestleistung      516,5                     Platz      2
1987       Oberliga                            Bestleistung      512,8                     Platz      3
1987/88  Oberliga                            Bestleistung      464,8                     Platz      6
1988/89  Oberliga                            Bestleistung      437,0                     Platz      6
1989/90  Oberliga                            Bestleistung      531,4                     Platz      2 

Einzelerfolge

1980      Rainer Weidler                    Deutscher Meister C-Jugend
1981      Rainer Weidler                    3. Platz Deutsche B-Jugend
1981      Johann Weiß                       Deutscher Meister im Reißen; im Zweikampf Platz 4
1981      Kibadi Canpolat                   3. Platz Deutsche B-Jugend-Meisterschaften
1982      Kibadi Canpolat                   3. Platz Deutsche A-Jugend-Meisterschaften
1982      Thomas Grauf                     1. Platz Deutsche C-Jugend
1983      Roland Schüßler
             Nico Godyniak                    1. Platz Deutsche C-Jugend
1982      Deutscher C-Jugend Mannschaftsmeister
             (Thomas Grauf, Roland Schüßler u. Nico Godyniak)
1984      Thomas Grauf                     2. Platz Deutsche B-Jugend-Meisterschaften
1985      Thomaus Grauf                   2. Platz Deutsche B-Jugend-Meisterschaften
1985      Taoufik Saidi                       2. Platz Deutsche Junioren
1986      Ingo Fein                            3. Platz Deutsche B-Jugend-Meisterschaften
1987      Ingo Fein                            3. Platz Deutsche A-Jugend-Meisterschaften
1988      Ingo Fein                            2. Platz Deutsche A-Jugend-Meisterschaften
1989      Orhan Kurtcu                    3. Platz Deutsche A-Jugend-Meisterschaften

 

Die 90er-Jahre

1. Mannschaft

1990/1991           Oberliga                                            Bestleistung      528,1                     Platz      1
                           Aufstieg in die 2. Bundesliga Südwest
1991/1992           2. Bundesliga Südwest                       Bestleistung      584,1                     Platz      6
1992/1993           2. Bundesliga Südwest                       Bestleistung      640,0                     Platz      2
1993/1994           2. Bundesliga Südwest                       Bestleistung      640,8                     Platz      2
1994/1995           2. Bundesliga Südwest                       Bestleistung      613,9                     Platz      4
1995/1996           2. Bundesliga Südwest                       Bestleistung      596,9                     Platz      8
1996/1997           2. Bundesliga Südwest                       Bestleistung      565,7                     Platz      9
                           Abstieg in die Oberliga Baden Württemberg
1997/1998           Oberliga                                            Bestleistung      588,9                     Platz      1
                           Kein Aufstieg, da Umstrukturierung der Ligen
1998/1999           Oberliga                                            Bestleistung      612,5                     Platz      3
1999/2000           Oberliga                                            Bestleistung      610,7                     Platz      1
                           Aufstieg in die 2. Bundesliga Südwest

Einzelerfolge

1990      Ingo Fein                    2. Platz Deutsche Junioren-Meisterschaften
1993      Oliver Ehemann           2. Platz Deutsche A-Jugend-Meisterschaften
1995      Oliver Ehemann           3. Platz Deutsche Junioren
1998      Kai Wittmann              Deutscher Meister der C-Jugend in Chemnitz
1998      Ralf Fein                     Deutscher Vizemeister in der Gewichtsklasse bis 62 kg in Regen
1999      Ralf Fein                     Deutscher Meister in der Gewichtsklasse bis 62 kg in Riesa

 

Ab 2000

1. Mannschaft

2000/2001           2. Bundesliga Südwest                       Bestleistung      633,0                     Platz      3
2001/2002           2. Bundesliga Südwest                       Bestleistung      642,0                     Platz      3
2002/2003           1. Bundesliga Mitte                            Bestleistung      634,9                     Platz      8
2003/2004           1. Bundesliga Mitte                            Bestleistung      658,0                     Platz      5
2004/2005           1. Bundesliga Mitte                            Bestleistung      664,5                     Platz      6
2005/2006           1. Bundesliga Mitte                            Bestleistung      637,0                     Platz      7
                           Abstieg aufgrund der Neustrukturierung und Begrenzung auf 5 Mannschaften
2006/2007           2. Bundesliga Südwest                       Bestleistung      632,0                     Platz      2
2007/2008           2. Bundesliga Südwest                       Bestleistung      646,6                     Platz      1
                           Aufstieg in die 1. Bundesliga Mitte
2008/2009           1. Bundesliga Mitte                            Bestleistung      665,0                     Platz      4
2009/2010           1. Bundesliga Mitte                            Bestleistung      674,4                     Platz      5
                           Abstieg in die 2. Bundesliga Südwest    

Einzelerfolge

2000      Steven Litterer          3. Platz bei den Deutschen C-Jugend-Meisterschaften in Höchstadt
2000      Falk Künzel               Deutscher Vizemeister der B-Jugend in Schifferstadt
2005      Kevin Kübler             Deutscher Vizemeister der C-Jugend in Haßloch
             (C-Jugend-Mannschaft bestehend aus Kim Störner, Robin Kuhn, Robin Künzel und Kevin Kübler belegt in der Teamwertung Platz 3)
2007      Robin Künzel
             Kevin Kübler             3. Platz bei den Deutschen B-Jugend Meisterschaften in Ohrdruf
2007      Erik Kübler               3. Platz bei den Deutschen A-Jugend-Meisterschaften in Ladenburg
2008      Robin Künzel
             Kevin Kübler             Deutsche Meister der A-Jugend in Meißen
             Lars Wittmann          Bronze
2009      Robin Künzel            3. Platz bei den Deutschen A-Jugendmeisterschaften in Schifferstadt

 

Das heutige Abteilungsleitungsteam

Abteilungsleiter                      Martina Dosquet
Stellvertreter                         Stefanie Menges
Stellvertreter                         Jürgen Ander
Kassier                                  Hermann Speck
Jugendleiterin                        Silvia Winter
Technischer Leiter                  Ralf Fein u. Karlheinz Grauf
Schriftführerin                       Marion Maurer
Leiterin Wirtschaftsbetrieb      Sigrid Weis
Seniorenvertreter                   Walter Kirrstetter
Sponsorenbeauftrager            Walter Kirrstetter
Aktivensprecher                     Oliver Ehemann
Trainer und Übungsleiter:       Ferdinand Wittmann, Silvia Winter, Eugen Schuler, Albert Krauter und Karlheinz Grauf
Kampfrichter:                        Claus Weis, Ralf Fein und Marcel Heinzelmann

Eine Vielzahl an Helfern ergänzt natürlich das Abteilungsteam. Sie sind für die Abteilung bei den Wettkämpfen, diversen Meisterschaften und Veranstaltungen wie das Neckarfest und anderen Aktivitäten unermüdlich im Einsatz: ob in der Küche, im Ausschank, als Bedienung, als Scheibenschieber, Betreuer, Sprecher, Techniker, Fahrer oder Kuchenbäcker. Ohne die vielen fleißigen Hände würde gar nichts gehen, denn der personelle Aufwand, besonders bei den Bundesliga-Heimkämpfen und den durchgeführten Meisterschaften, ist hoch. Hierfür sagen wir allen, die uns seit Jahren tatkräftig unterstützen, herzlichen Dank.

Bild 001: Die Macher

Freizeitgruppe

Im ersten Moment denkt man ja an Muskeln und Gewichtheben, wenn das Motto bei den Gewichthebern "Kraft und Fitness" lautet. Dahinter verbirgt sich aber eine interessante Gruppe, bestehend aus Frauen und Männern, die etwa zwischen 35 und 70 Jahre alt sind.

Bild 002: Freitagsgruppe

Mit dem Wissen, dass nicht alle Rückenprobleme, Kopfschmerzen und Unwohlsein unbedingt mit Medikamenten behandelt werden müssen, haben wir im November 2000 unsere "Freizeitgruppe" gegründet.

Wir trainieren jeden Dienstag ab 19.00 Uhr im Geräteraum, in dem die dafür extra angeschafften Fitnessgeräte stehen.

Für jede Muskelgruppe stehen für den Anfänger sowie für den Fortgeschrittenen passende Trainingsgeräte zur Verfügung. Diese können auch nach gründlicher Einweisung an den vorgegebenen Trainingstagen der Abteilung Gewichtheben selbständig benutzt werden.

Da die Muskulatur im Alter doch erheblich schnell schwindet, ist dies die ideale Möglichkeit, um dem Ganzen gezielt entgegenzuwirken.

Freitags sind wir ebenfalls ab 19.00 Uhr in der Turnhalle, wo sich regelmäßig ca. 20 Personen zum Fitnesstraining treffen. Ausdauer ist der erste Teil unserer Trainingsstunde. Danach kommen die unterschiedlichsten Trainingsmethoden zum Einsatz:

Bauch - Beine - Po

Mobilisation und Kräftigung der Wirbelsäule

Rückenschule

Dehnübungen

Kraft-Fitness-Straße (nach H. Hofrichter)

Bild 003: Freitagsgruppe

Bild 004: Freitagsgruppe

Ob mit Kurzhantel, Stäben, Swing-Sticks, Gymnastikbändern oder Bällen trainiert wird - für jeden Teilnehmer ist etwas Passendes dabei. Nicht zu vergessen: die Entspannungsübungen zum Schluss einer jeden Übungsstunde. 

Unser Motto lautet: Keiner schaut auf den anderen. Jeder macht das, was er kann, und macht die Übungsstunde damit für sich selbst zum puren Vergnügen.

Jeder, auch wenn er oder sie seit Jahren kein Sport mehr betrieben hat, ist bei uns herzlich willkommen.

Eine angenehme Gruppe wartet auf euch!

Gaudi-Rallye

1998 starteten die Gewichtheber, damals noch in Zusammenarbeit mit dem MSC Bad Rappenau, die Gaudi Rallye. Nach einer erneuten Durchführung im Jahr 2000 mit dem MSC führen die Gewichtheber dieses inzwischen etablierte Event allein durch. Alle zwei Jahre im Wechsel zum Neckarfest ließ man inzwischen fünfmal die Umgebung erkunden. Die teilnehmenden Teams lernten hierbei sowohl eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten, idyllischen Strecken und eine Menge Interessantes aus der Region kennen. Natürlich blieb auch der Spaß nicht auf der Strecke, und so warteten an zwei Streckenposten auf die Teilnehmer knifflige und witzige Aufgaben. Am Abend saß man dann immer gerne bei der sogenannten Drivers Party zusammen, um sowohl die Siegerehrung durchzuführen als sich auch über die Erlebnisse des Tages auszutauschen.

Bild 005: Gaudi-Ralley

Bild 006: Gaudi-Ralley

Heckenfest

Eine liebgewonnene Tradition ist das Heckenfest. Gemütlich Grillen mit Lagerfeuerromantik, so feiern die Gewichtheber seit Jahren ihr Helferfest. Von den Jugend- bis zu den Seniorenhebern, Helfern und Gönnern der Abteilung finden sich alle gerne ein, um einen schönen Abend zu verbringen.

Bild 007: Heckenfest

Bild 008: Heckenfest

Bild 009: Heckenfest

 

Kartfahren

„Ich geb´ Gas, ich will Spaß“ ist das Motto für das einmal im Jahr stattfindende Kartfahren. Das von Walter Kirrstetter organisierte Event erfreut sich großer Beliebtheit. Natürlich geht es für die Gewichtheber auch hier nicht ohne sportlichen Wettbewerb: So gibt es seit ein paar Jahren einen Wanderpokal für das Siegerteam.

Bild 010: Kartbahn

Bild 011: Kartfahren

Kleine Eisenstemmer ganz groß

Von den Kleinsten (den 8- und 9-Jährigen) bis zu den Großen (den 17- und 18-Jährigen der A-Jugend) trainieren bei den Gewichthebern derzeit ca. 20 Jugendliche. Die Trainingszeiten sind montags und mittwochs von 17.00 Uhr bis 18.00 Uhr und freitags von 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr, wobei freitags nach dem eigentlichen Gewichthebertraining die Jugend noch gemeinsam in die Sporthalle geht. Dann werden sowohl die leichtathletischen Übungen für die Mehrkampfmeisterschaften trainiert, aber sich auch kräftig bei Fußball, Hockey und vielem mehr ausgetobt. Die Betreuung der Jugend obliegt dem Trainerstab bestehend aus Ferdinand Wittmann, Eugen Schuler und Silvia Winter, die allesamt lizenzierte Übungsleiter sind.

Bild 012: Kirchheim 2004

Bild 013: Kirchheim 2004

Seit Jahrzehnten sind die TSV-Gewichtheber für ihre hervorragende Jugendarbeit bekannt und auch entsprechend erfolgreich. So sind mit Patrick Carvalho, Mike Winter, Marino Lehmann, Edward Schuler und derzeit wieder vier TSV-Athleten im Landeskader und mit Kevin Carvalho ein weiteres Nachwuchstalent sogar im Bundeskader. Sie trainieren einmal wöchentlich unter der Leitung des Landestrainers Oliver Caruso in Obrigheim. Regelmäßig nehmen sie auch an Wochenendlehrgängen in den Sportschulen in Ruit und in Steinbach teil.

Auch für die Nichtkaderathleten ergibt sich mehrmals im Jahr die Möglichkeit, an einem schönen Wochenende an den Sportschulen teilzunehmen. Sie werden immer wieder auf so genannte Kadersichtungslehrgänge eingeladen.

Bild 014: Jugend

Ihre gute Ausbildung beweisen die Nachwuchshoffnungen des TSV regelmäßig bei diversen Meisterschaften. Im Jahreskalender stehen zwei Bezirksmeisterschaften (eine im Mehrkampf und eine im Zweikampf), zwei Baden-Württembergische Meisterschaften (ebenfalls im Mehrkampf und im Zweikampf), die Süddeutsche Meisterschaft und bei entsprechender Qualifikation die Deutschen Meisterschaften im jeweiligen Altersbereich.

Auch bei den Freizeitaktivitäten setzen die Gewichtheber Maßstäbe: So wird mindestens einmal im Quartal etwas gemeinsam unternommen. Hier stehen Fackelwanderungen, Grillfeste, Kinoabende, Radtouren genauso auf dem Programm wie Besuche im Tierpark oder im Freizeitbad.

Ein Highlight für die älteren Jugendlichen ist das jährliche stattfindende Kartfahren in Bad Rappenau, bei dem die Kartbahn in Bad Rappenau zwei Stunden nur von den Heinsheimer Gewichthebern genutzt wird und in einem Rennen das beste Team ermittelt wird.

Bild 015: Kartfahren

Bei der Suche nach Jugendlichen, die Spaß am Gewichtheben haben, geht die Abteilung auch den Weg über die Kooperation zwischen Schule und Verein. So wurde im Jahr 2009 eine erfolgreiche Aktion mit diversen Bad Rappenauer Schulen durchgeführt: 12 Kindern wurde über einen Zeitraum von einem Schuljahr einmal wöchentlich nachmittags ein Einblick in die Sportart vermittelt. Für das Jahr 2010 steht bereits die nächste Kooperation an.

Bild 016: Leichtathletik

Kampfrichter

Jeder Verein, der aktiv an den Ligenwettkämpfen teilnimmt, benötigt Kampfrichter. Im Falle des TSV Heinsheim zeigten sich auch hier einige Mitglieder sehr aktiv und vor allem sehr erfolgreich. Das Aushängeschild des TSV war der leider viel zu früh verstorbene Heinrich Lang, der nicht nur von 1980 bis 1999 als Kampfrichter für den TSV im Einsatz war, sondern auch drei Jahre das Amt des Kampfrichterobmannes des Bezirkes Rhein-Neckar innehatte. Er war der einzige Kampfrichter des TSV, der bisher die internationale Lizenz IWF 2 erworben hatte. Dies ist die zweithöchste Lizenz und berechtigt den Inhaber, auch als Kampfleiter bei Europameisterschaften zum Einsatz zu kommen.

Bild 017: IWF2-Kampfrichter Heinrich Lang

Bild 017a: Kampfrichter 1999

Ebenfalls jahrzehntelang als Kampfrichter im Einsatz war Robert Rein. Er war der erste Kampfrichter des TSV und begann seine Karriere 1976 bis er altersbedingt seine Landeslizenz im Jahr 2009 nicht verlängert und sich in den wohlverdienten Ruhestand begeben hat.

Bild 018: Kampfrichter Robert Rein

Der dritte im Bunde war Rolf Kipp, der ebenfalls lange Jahre als Kampfrichter zur Verfügung stand. Ausgestattet mit der Landeslizenz war er von 1984 bis 1998 in Diensten des TSV unterwegs.

Mit Claus Weis, Ralf Fein und Bruno Jüngert haben drei neue Kandidaten ihre Lizenz im Jahr 2001 erworben. Während Bruno Jüngert nicht mehr als Kampfrichter aktiv ist, haben Claus Weis und Ralf Fein zwischenzeitlich die Landeslizenz erworben. Ganz neu im Team der Heinsheimer Kampfrichter ist seit dem Jahr 2009 der Bundesliga-Heber Marcel Heinzelmann.

 

Die 2. Mannschaft

Die Geschichte der 2. Mannschaft begann im Jahr 1975 in der Kreisliga. Bereits im ersten Jahr stieg das Team in die Bezirksliga auf. 1977 erfolgte dann der Aufstieg in die Landesliga. In der Folgezeit gab es dann einen regen Wechsel zwischen der Bezirksliga und der Landesliga. Ab dem Jahr 1998 etablierte man sich dann in der Landesliga und nahm im Jahr 2009, nachdem sowohl im Jahr 2007, 2008 und 2009 die Meisterschaft gefeiert werden konnte, die Herausforderung an und kämpfte am 9. Mai 2009 in einem Dreierwettkampf gegen den GV Eisenbach und die SV Feldrennach um den Aufstieg. Mit einem furiosen Sieg, bei dem ein neuer Mannschaftsrekord von 465,5 Relativpunkten erzielt wurde, stieg die 2. Mannschaft in die Oberliga Baden Württemberg auf.

Bild 019: 2. Mannschaft

Heber in dem Rekordteam: Lars Wittmann, Tobias Krauter, Kevin Kübler, Robin Künzel, Ralf Fein, Daniel Ehemann und Falk Künzel

 

Die 3. Mannschaft

Ab der Saison 1977/1978 ging der TSV erstmals mit drei Mannschaften an den Start. Bis 1984 ging man im Bezirk Rhein Neckar auf Punktejagd. Dann folgte eine fast 20-jährige Pause, bevor in der Saison 2001/2002 wieder eine 3. Mannschaft des TSV in der Bezirksliga gemeldet wurde.

Bestes Ergebnis des Bezirksliga Team 202,5 Relativpunkte (Teamrekord wurde aufgestellt am 28.03.09)

Bild 020: 3. Mannschaft

Heber in dem Rekordteam: Silvia Winter, Walter Kirrstetter, Lars Wittmann, Kevin Carvalho, Thomas Forster und Marco Menges

Meisterschaften

 

Jedes Jahr führen die Gewichtheber des TSV Heinsheim ein bis zwei Meisterschaften auf Bezirks- bzw. Landesebene durch und haben sich über Jahrzehnte als Ausrichter einen guten Namen gemacht.

Deutsche Senioren-Meisterschaften 1999

Den ersten Höhepunkt der Erfolgsveranstaltungen bildete im Jahr 1999 die Deutsche Meisterschaft der Senioren, die man aufgrund des noch nicht abgeschlossenen Heinsheimer Hallenneubaus in der Mühltalhalle in Bad Rappenau durchführte. Über 300 Teilnehmer nahmen damals an dieser Meisterschaft teil, die dank der Unterstützung vieler Helfer aus anderen Abteilungen des TSV eine rundum gelungene Veranstaltung darstellte und noch Jahre später in den höchsten Tönen gelobt wurde.

Bild 021: Deutsche Meisterschaft Senioren

Bild 022: Empfang DM

Europameisterschaften der Senioren 2006

Bild 023: Logo Europameisterschaft

Alles überstrahlt hat bisher die Ausrichtung der Europameisterschaften der Senioren vom 20. bis 27. Mai 2006 in Heinsheim. 574 Teilnehmer aus 30 Nationen waren zu dieser Meisterschaft angereist. Aber es gibt auch viele andere interessante Zahlen: Jeden Tag waren über 40 Helfer in den verschiedenen Bereichen im Einsatz. Täglich mussten ca. 100 Personen verköstigt werden. Eine Mega-Veranstaltung, die ohne die Unterstützung durch andere Gewichthebervereine und vor allem auch der Heinsheimer Bevölkerung nicht zu stemmen gewesen wäre. Knapp eineinhalb Jahre bereiteten die Gewichtheber dieses Event vor, und ihre vorausschauende Planung, gepaart mit der Unterstützung und der Herzlichkeit der Heinsheimer, sorgten dafür, dass sich alle Gäste mehr als wohl fühlten. Die Funktionäre – allen voran der Chef des Masters Committee – sprachen nicht nur von einer erstklassigen Veranstaltung, sondern von den besten Europameisterschaften, die es jemals gab. So eroberte sich das kleine Heinsheim einen festen Platz in den Herzen der Senioren-Gewichtheber in Europa. Und genau so soll es wieder sein, wenn die kleine Neckargemeinde sich vom 28. Mai bis 4. Juni 2011 erneut als Gastgeber präsentiert.

Bild 024

Bild 025: Ralf Fein, Europameister Senioren 2006

Bild 026: Berthold Godyniak

Bild 027: Karlheinz Grauf

Bild 028: Auch die Zuschauer waren mit Herzblut dabei

 

Heilende Hände

Noch bevor viele Gewichtheberteams überhaupt daran dachten, standen den Heinsheimer Athleten bereits physiotherapeutische Fachkräfte zur Seite. Ein Umstand, der erheblich zu dem Erfolg der Gewichtsheber beiträgt. Ehrenamtlich übernahm als erster Udo Matthies diese Aufgabe. Er war sozusagen der Mann der ersten Stunde und betreute die Heinsheimer Athleten von 1975 bis 1987.

Bild 029: Udo Matthies

Ab 1982 wurde Hermann Stuth dessen rechte Hand und bekam im Jahr 1983 zusätzliche Unterstützung von Sibylle Nunn, die bis zu ihrem Umzug nach Kaiserslautern vor allem vertretungsweise zur Verfügung stand. Ab 1987 war Hermann Stuth der Chefphysiotherapeut, der die Gewichtheber über zwei Jahrzehnte betreute. So manchen Sieg verdanken die Gewichtheber einzig und allein ihm, denn er kurierte mit seinem Know-how und seinem Einsatz viele der kleinen und großen Wehwehchen der Sportler in der 1. Mannschaft.

Bild 030: Hermann Stuth

Nachdem Hermann Stuth mit seinem Nachfolger Stefan Berchtold in der Saison 2003/2004 noch als Team zusammenarbeitete, übergab er in der kommenden Saison die Verantwortung in die Hände seines jungen Mitstreiters, der dann ab 2004/2005 dem Heinsheimer Kader zusammen mit Simone Prutscher zur Seite stand. Über die Wettkampfbetreuung und die Behandlung von Verletzungen hinaus, übernahmen die beiden auch die Aufgabe einmal wöchentlich, die Athleten zu massieren und mit individuell erstellten Übungen Defizite der einzelnen Sportler zu beheben und somit Verletzungsanfälligkeiten bereits im Vorfeld zu vermindern. Da Stefan Berchtold die Praxis seiner Eltern im Schwarzwald übernahm, musste er sein Engagement im Jahr 2008 leider beenden. Auch Simone Prutscher konnte aus beruflichen Gründen die Saison 08/09 nicht zur Verfügung stehen. Hier sprang dankenswerterweise Eduard Schäffer ein, bevor in der Saison 09/10 Simone wieder hauptverantwortlich die Mannschaft übernahm.

Bild 031: Stefan und Simone

Allen Kräften gebührt der Dank und die Anerkennung der Athleten, denn ohne ihr ehrenamtliches Engagement wäre der fulminante Aufstieg der Heinsheimer Gewichtheberabteilung nicht möglich gewesen.

Gewichtheber auf Reisen

Ihren ersten Ausflug unternahmen die Heinsheimer Gewichtheber bereits 1975 nach Lörrach. Der zweite folgte dann 1977 nach Lindau am Bodensee und wurde mit einem Freundschaftswettkampf verbunden.

Einige Orte der Deutschen Meisterschaften der Aktiven und Europameisterschaften der Senioren dienten natürlich auch als Ausflugs- bzw. Reiseziele.

So fuhr ein Bus voller Gewichtheber und Gewichtheberfreunde 1998 nach Regen in den Bayerischen Wald, wo man ein verlängertes Wochenende verbrachte. Das war Sport erfolgreich kombiniert mit viel Spaß. Der Besuch der Deutschen Meisterschaften stand natürlich genauso auf dem Programm wie die Besichtigung der Glasmanufaktur Weinfurther, eine Kanufahrt auf dem Regen und vieles mehr.

1999 fanden die Deutschen Meisterschaften der Gewichtheber in Riesa statt. Und wieder machte sich eine Gruppe von Fans auf zu einem abwechslungsreichen, verlängerten Wochenende. Nachdem man den Gewinn der Deutschen Meisterschaft von Ralf Fein ausgiebig gefeiert hatte, besuchte man unter anderem die eindrucksvolle Porzellanmanufaktur in Meißen.

Auch Teplice in Tschechien war eine Reise wert. Im eigens gemieteten Bus mit dem Busfahrer Claus Weis machten sich Athleten und Fans von Heinsheim auf den langen Weg nach Teplice, wo man neben dem Besuch der Europameisterschaften der Senioren 2001 auch die Gelegenheit nutzte, sich die Goldene Stadt Prag anzuschauen.

Bild 031a: Teplice

Bild 031b: Teplice

Die wohl weiteste Reise machte eine kleine Gruppe Gewichtheberfans und EM-Starter im Jahr 2007: Per Flugzeug ging es da nach Zypern, um bei der EM zu starten oder einfach nur als Zuschauer dabei zu sein. Natürlich wurde dies gleich mit einem entsprechenden Strandurlaub verbunden, und so kamen die Teilnehmer nach 14 Tagen gut erholt und braungebrannt wieder nach Heinsheim zurück

Bild 032: Zypern

Bild 033: Zypern

Die jungen „Alten“

Ein weiteres Aushängeschild des Vereines sind die Senioren-Gewichtheber – und dies nicht nur aufgrund ihrer Erfolge auch auf internationalem Parkett. Die meisten von ihnen haben nicht nur ihre eigenen Wettkämpfe und sportlichen Leistungen im Kopf, sondern engagieren sich in herausragender Weise innerhalb der Abteilung und bilden damit das Fundament für den Erfolg der Jugend und der Mannschaften. Sie stehen allen Aktiven aufgrund ihrer Erfahrung als Ratgeber bei und packen zudem noch tatkräftig mit an. Die Kameradschaft zwischen Jung und Alt sorgt seit Jahren für einen guten Zusammenhalt und bildet eine unschätzbare Grundlage auch für die sportlichen Höhepunkte in allen Bereichen

Heinz Schulz

Bild 034: Heinz Schulz                        

Deutsche Meisterschaft              2007      2. Platz 2008 u. 2010       3. Platz 2009                                                             1. Platz Europameisterschaft 2008         3. Platz 2009                                                                                          Vize-Europameister Weltmeisterschaft         2008      3. Platz 2009      2010 Vize-Weltmeister

Karlheinz Grauf

Bild 035: Karlheinz Grauf                    

Deutsche Meisterschaft 1992, 1996, 1997, 2003, 2007   Deutscher Vizemeister

Deutsche Meisterschaft 1999, 2005       3. Platz

Walter Kirrstetter  

Bild 036: Walter Kirrstetter            

Mehrfacher Deutscher Meister der Senioren

Vize-Europameister der Senioren 1998, 2003, 2004, 2007, 2009

Weltmeisterschaft 2001                                              3. Weltmeister

Weltmeisterschaft 2003                                              Weltmeister

Weltmeisterschaft 2005/2006                                   Vize-Weltmeister

Ferdinand Wittmann

Bild 037: Ferdinand Wittmann          

Deutsche Meisterschaft 1989                   Deutscher Meister

Deutsche Meisterschaft 1990, 1999        Deutscher Vizemeister

Walter Weber 

Bild 038: Walter Weber                          

Deutsche Meisterschaft 2008                   3. Platz

Deutscher Meister 2010

 

Ralf Fein

Bild 038: Ralf Fein                                                     

Europameisterschaft     2001, 2006, 2007              Europameister

Deutsche Meisterschaft              2006, 2007                          Deutscher Vizemeister

 


 

Oliver Ehemann         

Bild 039: Oliver Ehemann                        

Deutsche Meisterschaft 2010                  

Vize-Europameister 2010

Silvia Winter                            

Bild 040: Silvia Winter                        

 

Deutsche Meisterschaft 2008                   3. Platz

Europameisterschaft 2008, 2010              Vize-Europameisterin

 

Sigrid Weis

Bild 041: Sigrid Weis                        

                                   

Europameisterschaft 2005, 2008              Europameisterin

Europameisterschaft 2006, 2007              Vize-Europameisterin

Martina Dosquet                   

Bild 042: Martina Dosquet                        

Europameisterschaft 2006, 2010              Vize-Europameisterin

Vereinsfeste

Bei den Vereinsfesten des TSV organisierten die Gewichtheber jeweils sonntagmorgens zur Erinnerung an die erfolgreichen Zeiten des Rasenkraftsportes und Tauziehens in Heinsheim einen Tauziehwettbewerb. Bei einem Weißwurstfrühstück konnten hier die Teilnehmer ihre Kräfte messen.

Auch bei diesen Gelegenheiten zeigte sich der TSV einmal mehr als „starker“ Verein.

Bild 043 Tauziehturnier 1980

Bild 044 Tauziehturnier 1988

Bild 045 Tauziehturnier 2001

Bild 046 Tauziehturnier 2007

Bild 047 Ralf Fein und Martina Dosquet beim Vereinsfest

Bild 048 Freitagssportgruppe beim Vereinsfest

 

 

 

Abteilung Kinderturnen

Kinderturnen findet im TSV seit 1968 statt, damals wurde mit Hilfe einiger Mütter das Kinderturnen für 3- bis 8-Jährige ins Leben gerufen. Unter der Leitung von Gertrud Winkler und ab 1979 von Giesela Schäfer war das Turnen mit den Kleinsten fester Bestandteil des Sportangebotes im Verein. Da sich im Laufe der Jahre die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen geändert haben, wurde das Kinderturnen im Jahr 2000 als eigenständige und bis dato jüngste Abteilung des TSV gegründet. Im Jahr 1999 und 2000 wurde die Josef-Müller-Halle in Heinsheim neu aufgebaut. Während dieser Zeit hatte das Kindturnen 2 Gruppen. Die erste Gruppe war das Mutter-Kind Turnen. Dies wurde unter der Leitung von Anja Richards und Katja Elser in den Räumlichkeiten über dem Feuerwehrhaus durchgeführt. In diesem Raum waren es auch Martina Großskinsky, Melanie Dürr und Nicole Lardani, welche mit großem Engagement und mit sehr bescheidenen Mitteln Kindergartenkinder im Alter von 3 bis 6 Jahren an das Turnen heranführten.

Nachdem der Umzug in die neue Sporthalle 2001 vollzogen war, wurde das Turnprogramm der Kinder durch Ball- und Geschicklichkeitsspiele sowie durch Bodenturnen erweitert.

Zu dieser Zeit wurde das Sportangebot durch Klaus Neuwirth und Stefan Holl erweitert. Die neu gegründete Sportgruppe richtete sich an alle Grundschüler aus Heinsheim und Umgebung. Der Gedanke und die Intention dieser Gruppe waren, einen Ausgleich für die Kinder herzustellen, welche nicht genug Bewegung bekommen konnten oder in keiner der beim TSV angebotenen Sportarten unterkamen. Bewegung fördern und zu fordern war die Devise. Bereits in den ersten Stunden zeigte sich, dass das angebotene Programm angenommen wurde. So tummelten sich zu Beginn zwischen 10 und 15 Jugendliche in der Halle. Schnell wurde klar, dass es ohne entsprechende Schulung nicht möglich war. In Meckesheim nahmen Anja, Katja, Melanie, Martina, Nicole, Klaus und Stefan am Kinderturnforum 1 teil, eine Fortbildung für Übungsleiter. Gut gerüstet entwickelten sie in den folgenden Trainingsstunden die erlernten Übungen weiter.

Zum Kinderturnen zählten auch zwei Tanzgruppen des HCV. Die Mädchen waren im Alter von 10 bis 12 Jahren und 11 bis 13 Jahren.

Bild 001: Kinderturnen (von links: Nicole Peters, Ina May, Margit Joos-Enzenroß, Anette Heumaier, Stephanie Semrau, Tanja Abel)

Zum Abschluss des Jahres wurde eine große Weihnachtsfeier in der Josef-Müller-Halle mit den Kindern und ihren Angehörigen gefeiert. Als kleines Dankeschön lud Gisela Schäfer alle Übungsleiter zur Turngala ein.

Bild 002: Weihnachtsfeier

Im Jahr 2002 legten alle Gruppen des Kinderturnens zu. Die Kleinsten wurden weiterhin von Anja Richards und Katja Elser in Spiel und Tanz mit oder ohne Mami unterwiesen. Melanie Dürr, Nicole Lardani, Martina Großkinsky und Christina Neuwirth brachten den bis zu 40 Kindern erste Übungen mit dem Ball und Übungen wie Springen, Hüpfen, Balancieren bei. Die Gruppe der 6- bis 10-Jährigen verdoppelte sich, und so turnten bis zu 30 Jugendliche in der Halle. Der Spaß an der Bewegung stand dabei im Vordergrund. Anziehungspunkte waren das Geräteturnen wie Barren, Reck oder Kasten, leichtathletische Übungen auf dem Sportplatz - Weitwurf und Weitsprung -sowie Prell- und Völkerball.

Auch außerhalb der Übungsstunde waren wir sehr aktiv mit einem Stand auf dem Neckarfest und einem Zeltlager für die 3- bis 10-Jährigen am Sportplatz. Nachdem der Kindergarten den bis dato von ihnen organisierten Babybazar nicht mehr durchführen wollte, entschlossen sich die Eltern des Kinderturnens, diese Veranstaltung zu übernehmen. Der Babybazar im Herbst ist seit 2002 fester Bestandteil im Jahresprogramm des Kinderturnens.

"Der TSV braucht sich um die Zukunft des Vereines keine Sorgen machen." So lautete die Devise bei der Jahreshauptversammlung im Jahr 2003. Die Gruppen des Kinderturnens legten noch einmal kräftig zu. In fünf Gruppen turnen und tanzen 100 Kinder und Jugendliche. Beim Mutter-Kind-Turnen waren Anja Richards, Katja Elser. und Christina Neuwirth aktiv. Die Kindergartenkinder wurden vom bewährten Team um Melanie Dürr, Nicole Lardani und Martina Großkinsky betreut. Bei den Großen gab es durch den Weggang von Klaus Neuwirth zu den Fußball-Bambinis einen Wechsel. Neu hinzu kam Stephanie Semrau. Ein Zeltlager am Sportplatz veranstalteten die Gruppen bis 10 Jahre und eine Winterfeier der 3- bis 10-Jährigen war wieder ein großer Erfolg. An diesem Tag präsentierten sich die Turnkinder in Höchstform und zeigten ihren Angehörigen, was in ihnen steckt.

Im Jahr 2004 gab es einige Veränderungen: Anja Richards und Christina Neuwirth schieden nach mehrjähriger erfolgreicher Arbeit als aktive Betreuerinnen aus. Nicole Lardani übernahm organisatorische Aufgaben. Martina Großkinsky konnten wir wieder als Übungsleiterin für das Kinderturnen der Kindergartenkinder gewinnen.

Ein Teil des Erlöses des Kinderkleiderbazars spendete das Kinderturnen den Flutopfern von Patong. Herr Oberbürgermeister Blättgen ließ es sich nicht nehmen und kam dafür zur Spendenübergabe zu einer Übungsstunde in die Josef-Müller-Halle. Er zeigte sich angenehm überrascht über die hohe Teilnehmerzahl und versicherte uns seiner Unterstützung.

Im Juli wurde erstmals einen Spielenachmittag um das Sportgelände durchgeführt. Bei heißem Wetter war die Wasserrutsche die große Attraktion. Am Abend rundeten wir den Tag gemeinsam mit den Eltern beim Grillen ab. Zum Neckarfest beteiligten wir uns mit einem Kinderschminkstand, Eis und Zuckerwatte-Verkauf.

Weiter aufwärts ging es mit dem Kinderturnen im Jahr 2005. Der Einzugsbereich der in Heinsheim betreuten Kinder umfasste in der Zwischenzeit Bad Wimpfen, Zimmerhof und Haßmersheim. Gute Arbeit sprach sich herum. Und so kamen immer mehr Auswärtige nach Heinsheim. Das Kinderturnen verzeichnete, und hier besonders hervorzuheben das Baby- oder Kleinkinderturnen bis 3 Jahre, einen Boom wie schon lange nicht mehr. Bis zu 20 Kleinkinder, die mit der Teilnahme ihrer Mütter unter der Leitung von Anja Schädler, Nicole Peters und Peggy Bräcklein erste koordinierte Übungen und Tänze durchführen, treffen sich einmal in der Woche zum gemeinsamen Sport.

Ein besonderer außersportlicher Höhepunkt war die Teilnahme an der Kindersitzung des HCV. So sind die 3- bis 6-Jährigen seither ein fester Bestandteil der alljährlich stattfindenden Kindersitzung.

Beim ersten Vereinsfest im Jahre 2005 hat sich das Kinderturnen mit allen Gruppen beteiligt und konnte der anwesenden Bevölkerung einen Einblick über das Angebot für die verschiedenen Altersgruppen geben.

Bei unserer Weihnachtsfeier verkauften einige Selbstgebasteltes. Der Erlös dieser Veranstaltung wurde der HST-Aktion „Menschen in Not“ überwiesen.

 

Bild 003 bis Bild 010 Kinderturnen beim Vereinsfest

Im Jahr 2006 wurden die beiden Tanzgruppen aus der Abteilung Kinderturnen ausgegliedert. Das Kleinkinderturnen betreute nun Katja Schwarz und Bettina Halenda. Alle älteren Kinder turnten bei Stephanie Semrau und Stefan Holl. Im Sommer veranstaltete die Abteilung erstmals einen Spielenachmittag um die Josef-Müller-Halle.

2007 betreuten Katja Schwarz und Jutta Schleidt das Kleinkinderturnen. Martina Großkinsky beendete ihre aktive Laufbahn als Übungsleiterin. Dafür konnten wir wieder Nicole Lardani zurückgewinnen. Bei den Grundschulkindern gab es auch eine Erneuerung. So konnten wir Ina May als neue Übungsleiterin hinzugewinnen. Außer den Turnstunden nahmen die Turnkinder bei der HCV- Kindersitzung teil.

Nach dem großen Erfolg des Vorjahres führten wir mit großer Resonanz unseren zweiten Spielenachmittag durch. Am erstmalig veranstalteten Vereinstag war das Kinderturnen mit allen drei Gruppen präsent und zeigte den Anwesenden, was sie alles in einer Turnstunde lernen.

2008 wurden unsere Kleinsten, die Kleinkinder von 1 bis 3 Jahren, von Tanja Donwen und Tanja Abel betreut. Jeden Donnerstag ab 11 Uhr treffen sie sich mit den Müttern und den Kleinsten in der Sporthalle. Gemeinsam mit Melanie Dürr und Nicole Lardani toben die Kindergartenkinder montags ab 15 Uhr durch die Sporthalle. Um die wachsende Zahl von Kindern zu bewältigen und um einen Wechsel innerhalb der einzelnen Turngruppen vorzubereiten, unterstützt sie dabei Stephanie Semrau. Ab 16.30 Uhr gehört die Sporthalle den Großen: Stephanie Semrau, Ina May und Stefan Holl haben dann das Sagen und bis zu 28 Jugendliche finden den Weg in die Josef-Müller-Halle. Die rege Teilnahme an den von uns angebotenen Sport- und Spielarten zeigt uns ganz deutlich, was den Jugendlichen und Kindern in unserer heutigen Zeit fehlt: Bewegung, Austoben und Rumtollen. Wie jedes Jahr setzten wir Schwerpunkte: So haben wir 2008 Akrobatik mit in unser Programm aufgenommen. Die Fertigkeiten konnten wir am Heinsheimer Tag auf der Landesgartenschau in Bad Rappenau zeigen. So brachten wir es fertig, eine 11-köpfige Pyramide zu bauen. Die Veranstaltung war aufgrund des Dauerregens sehr gut besucht und die Kinder freuten sich über ihre gelungene Darbietung und heimsten stehenden Applaus ein.

Unseren obligatorischen Spielenachmittag mit anschließendem Grillfest veranstalteten wir im Juli. Des Weiteren waren die 3- bis 6-Jährigen wie jedes Jahr fester Bestandteil der Kindersitzung des HCV.

Bild 014 Ausflug 2009

Das Jahr 2009 war geprägt von einer Fluktuation bei den Übungsleitern. Martina Dosquet übernahm das Mutter-Kind-Turnen. Melanie Dürr und Nicole Lardani schieden aus ihren aktiven Ämtern aus, Stephanie Semrau gab die 6- bis 10-Jährigen ab und übernahm das Kinderturnen der 3- bis 6-Jährigen. Zu ihrer Unterstützung konnte sie Margit Joos-Enzenroß und Tanja Abel gewinnen.

Ina May, Stefan Holl und neu hinzugekommen Simone Hartmann und Anette Heumaier betreuten weiterhin die 6- bis 10-Jährigen Kinder, die zahlenmäßig stark zulegten.

Bild 011 - Bild 013 Mutter Kind Turnen

Während unseres schon obligatorischen Spielenachmittages mit anschließendem Grillfest unternahmen die Großen einen Ausflug in den Heidelberger Zoo. Am Abend trafen wir uns mit den anderen Turngruppen und den Eltern und ließen den Tag gemeinsam ausklingen. Alle Kinder, die mit uns übernachten wollten, blieben an diesem Abend in der Josef-Müller-Halle. Bei diesem Anlass verabschiedeten wir Melanie Dürr und Nicole Lardani vom aktiven Dienst als langjährige Übungsleiterinnen. Die Beiden bleiben uns noch im Hintergrund erhalten und organisieren die alljährlich stattfindenden Babybazare.

Betreuer des Kinderturnens 2010:

Mutter-Kind-Turnen: Martina Dosquet

Kinderturnen 1:

                Stephanie Semrau

                Margit Joos-Enzenroß

                Tanja Abel

                Nicole Peters

Kinderturnen 2:

                Stefan Holl

                Ina May

                Simone Hartmann

                Anette Heumaier

Beisitzer:

                Melanie Dürr

                Nicole Lardani

Übungszeiten:

Kinderturnen 1: Montag 15.00 – 16.00 Uhr

Kinderturnen 2: Montag 16.30 – 17.30 Uhr

Mutter-Kind-Turnen: Donnerstag 10.00 – 11.00 Uhr

Die Gruppengröße setzte sich 2009/2010 wie folgt zusammen:

Mutter-Kind-Turnen     è 5-10 Kinder

3- bis 6-Jährige                 è 35-40 Kinder

6- bis 10-Jährige               è 35-40 Kinder

Bild 015 Kitu klein

Bild 016 Kitu groß

Bild 017 Kitu gesamt

 

 

 

Abteilung Männerturnen

Im Sommer 1968 gründeten Heinz Arnold und Helmut Müller nach Anfrage bei Karl Gimber (damaliger Vorstand) die Abteilung Männerturnen. Einen guten Start hatte man damals mit ca. 15-20 Männern.

Anfangs wechselten sich Heinz Arnold und Helmut Müller mit der Trainingsleitung ab. Leider konnte Helmut Müller aus gesundheitlichen Gründen nicht lange aktiv daran teil nehmen, sodass Heinz Arnold (am 4. Mai 2004 verstorben) das Training bis 1978 allein weiterführte. Unterstützung bekam Heinz 1978 von Hans-Peter Ludwig, der stellvertretend das Training leitete. Im März 1994 gab Heinz Arnold nach fast 26 Jahren die Abteilungsleitung sowie die Trainingsleitung an Roland Scherbenske ab.

Bild 001: Heinz Arnold (von links Heinz Arnold, Hans Link, Karl Baum)

Die Abteilung Männerturnen wurde damals für Mitglieder gegründet, die am Leistungssport nicht aktiv teilnehmen konnten oder die sich nach ihrer aktiven Laufbahn noch weiterhin sportlich betätigen wollten.

Bild 002: Gerümpelturnier

Bild 003: Gerümpelturnier

Neben den Übungsstungen beteiligte man sich z.B. am Tauziehen, einigen Fußballspielen und an Gerümpelturnieren, in denen man in den 70er-Jahren 3-mal in Folge einen Wanderpokal gewann. Auch darf die langjährige Teilnahme beim Heinsheimer Carnevalsverein HCV, durch Auftritte in den Prunksitzungen und Teilnahme bei den Faschingsumzügen nicht unerwähnt bleiben.

Bild 004: Fasching

Bild 004a: Umzug Sommer 1977

Wie bei allen Vereinen und Abteilungen gab es auch bei der Abteilung Männerturnen Höhen und Tiefen, sodass man am Fortbestand der Abteilung das eine oder andere Mal zweifelte. Aber immer wieder kam der Aufschwung zur rechten Zeit, und so haben es die "Männerturner" bis heute auf insgesamt 22 aktive Mitglieder gebracht. Das sportliche Angebot am Freitagabend wird im Sommer weitgehend im Freien und im Winterhalbjahr überwiegend in der Halle gestaltet. Ein ausgiebiges Warm-up und Gymnastikprogramm steht dabei im Vordergrund, danach wird dann leidenschaftlich Volleyball und zum Abschluss mit großem Spaß Fußball gespielt. Letztendlich findet der Freitag seinen Abschluss mit einem geselligen Beisammensein im Vereinsheim.

Bild 004c Freitagssport1

Bild 004d Freitagssport 2

Bild 005 Männerturner (von links: Stefan Scheirich, Achim Zaiser, Karl Schüssler, Markus Schwarz, Übungleister Roland Scherbenske und Johann Grebhardt, Stefan Winkler, Stefan v. Racknitz, Dieter Bräcklein, Matthias Karls, Antonio Cortoso-Martins)

Großen Wert legt man auch auf gemeinsame Unternehmungen wie Maiwanderungen, Kameradschaftsabende, Ausflüge, Radtouren, Bergwandertouren und Skiausfahrten. So wurden dann bei der mittlerweile traditionellen 2-tägigen Radtour - meist am letzten Juliwochenende - unter anderem schon nahezu alle interessanten Nebenflüsse unseres Neckars mit dem Rad erkundet.

Bei fast allen Festlichkeiten und sportlichen Veranstaltungen des TSV, sei es bei der Weihnachtsfeier oder den Vereinstagen, bringt sich das Männerturnen mit unterschiedlichen, meist lustigen oder akrobatischen Einlagen ein.

Bild 006

Bild 007

Abteilungsleiter und Übungsleiter

Von Sommer 1968 bis März 1994:            Heinz Arnold

Ab März 1994:                                                  Roland Scherbenske

Stellvertreter

Von 01.02.1978 bis 31.10.2009: Hans-Peter Ludwig

Ab 01.11.2009:                                                 Johann Grebhardt

Sportliches Angebot

Trainingszeiten:              Freitags               20.00 – 21.30 Uhr

Sportarten:                        Gymnastik, Volleyball, Fußball und Ringhockey

 

 

 

Abteilung Tennis

Chronik der Tennisabteilung des TSV Heinsheim

Es begann alles im Jahr 1974. Steffi Graf wurde 5 und Boris Becker 7 Jahre alt. Beide machten ihre ersten Schritte auf dem Tennisplatz. Von der Tenniswelle, die die beiden in den 80er-Jahren auslösen würden, war noch nichts zu spüren. Tennis hatte noch den Ruf des Elitären und wurde auf dem Dorf kaum gespielt. Dennoch gab es in Heinsheim schon einige Begeisterte, die von dem Tennisvirus befallen waren. Sie spielten in Urlaubshotels oder als Gäste in umliegenden Tennisclubs.

Langsam reifte der Gedanke: “Das muss doch auch in Heinsheim möglich sein!“

Doch die Probleme und Hindernisse waren riesengroß, und es stellten sich viele Fragen:

-       Sollte man einen eigenständigen Tennisclub oder eine Abteilung im TSV gründen?

-       Wie war die Finanzierung zu stemmen? Zuschüsse waren Mangelware.

-       Die Standortfrage war ein weiteres Problem.

Nach vielen Diskussionen entschloss man sich schließlich, eine Abteilung des TSV zu werden und die Nähe zur Turnhalle zu suchen.

Die vielen Vorbehalte in der Heinsheimer Bevölkerung bauten sich nur langsam ab. Im März 1975 war es dann endlich soweit. Die Gründungsversammlung der Tennisabteilung fand im legendären Cafe Erika statt.

Die Gründungsmitglieder waren Hermann Klein, Werner Lang, Armin Hartmann, Josef Frank, Erwin Müller, Werner Schädler, Reinfried Straßner, Philipp von Racknitz, Gerhard Bauer, Norbert Lang, fast alles noch aktive oder ehemalige Fußballspieler aus Heinsheim.

Zum 24. März 1975 traten die ersten Mitglieder der Tennisabteilung bei, einige davon hatten schon in umliegenden Tennisclubs gespielt.

Unter dem ersten Abteilungsleiter Erwin Müller, der nicht nur tatkräftig voranging, sondern auch Maschinen und Werkzeuge zur Verfügung stellte, wurde mit dem Bau der ersten beiden Tennisplätze begonnen.

Bild 001 Mitgliederliste (mit Mannschaftsmeldung)

Die Mitglieder der Tennisabteilung, inzwischen auf ca. 50 angewachsen, leisteten körperliche und finanzielle Schwerstarbeit. Die Aufnahmegebühr betrug immerhin 500 DM.

Umso größer war nach Fertigstellung der Tennisplätze die Begeisterung auf dem Tennisplatz. Spieleifer und Geselligkeit wurden groß geschrieben.

1977 war es dann soweit: Die Heinsheimer Tennisabteilung meldete ihre erste Herrenmannschaft zu den Medenspielen. Zu Saisonbeginn waren jedoch die Plätze noch nicht fertig, sodass die ersten beiden Spiele gleich verschoben werden mussten. Am 15. Mai 1977 war das erste Punktspiel der Herrenmannschaft in Kirchhardt.

Bild 002: Mannschaftsbesetzung 1977 (von links: Jügen Weimar, Hans Peter Plitz, Hermann Klein, Andreas Frank, Hajo Treder, Hans Herwerth, Werner Schädler)

Bild 003: Mannschaftsbesetzung 1977 (von links; hinten: Hans Herwerth, Ralf Klein, Hermann Klein; Vorne: Jürgen Weimar, Achim Zeller, Hans Peter Plitz)

Die Mannschaft trat in folgender Besetzung an: Hans Herwerth, Hajo Treder, Hermann Klein, Jürgen Weimar, Hans-Peter Plitz, Werner Schädler und Achim Zeller.

Am 22. Mai 1977 war das erste Heimspiel auf der Tennisanlage, und ab dem 23. Mai 1977 wurden die Plätze endlich für den allgemeinen Spielbetrieb freigegeben.

Der Trainingsbetrieb wurde begonnen mit Hans Herwerth und Hermann Klein als Trainer der Erwachsenen und Martina Litterer als Trainerin der Kinder.

Vom 10. bis 18. September 1977 wurden die ersten Clubmeisterschaften ausgetragen.

Im April 1978 kaufte die Abteilungsleitung für 160 DM eine alte Bretterhütte, die als Clubhaus diente. Bis dahin hatte man nur eine Bretterwand als Windschutz gehabt. Am 06. Mai 1978 wurde die Hütte aufgestellt und am 23. Mai desselben Jahres kam das erste große Hochwasser. Die Hütte wurde mit langen Seilen an den Pappeln beim Fußballplatz angebunden und konnte so vor dem Wegschwimmen gerettet werden. Die Tennisplätze standen am nächsten Tag 50 cm unter Wasser. Nach dem Hochwasser stand zwar die Hütte, doch die Plätze waren ruiniert und der Zaun eingedrückt. Viele Helfer mussten die Plätze von Schlamm und Geröll befreien, um sie wieder bespielbar zu machen.

Bild 004: Bretterhütte

Die offizielle Einweihungsfeier der Tennisplätze fand am 12. und 13. August 1978 statt.                  

Am 20. August 1978 wurde das erste Damenfreundschaftsspiel gegen Stein am Kocher ausgetragen.

1979 schaffte die Herrenmannschaft bereits den 1. Aufstieg in die nächste Klasse.

Im gleichen Jahr ereilte unsere Bretterhütte ein schweres Schicksal. Ein Sturm zog seine Spuren durch das Neckartal und erwischte unsere Hütte. Diese wurde angehoben, in der Luft in alle Einzelteile zerlegt und in den Neckar geworfen. Auf dem betonierten Sockel blieb nur der mit Getränken gefüllte Kühlschrank zurück.

Bild 005: Tennisurgesteine Hermann Klein und Hans Herwerth

Bild 005a: Weihnachtsfeier im Schloss Heinsheim

Nach diesem Unglück fiel schnell der Startschuss für den Bau unseres neuen Tennisheims. Wieder waren viele Hürden zu überwinden, um den Bau voranzutreiben. Doch die Hartnäckigkeit und Beharrlichkeit beim Verhandeln mit den Behörden hat sich gelohnt: 1981 war das Tennisheim fertiggestellt. Der damalige Abteilungsleiter Werner Schädler dankte in einer Ausschusssitzung der Abteilung Tennis den zahlreichen Helfern. Insbesondere galt sein Dank dem damaligen 1. Vorsitzenden des TSV Heinsheim, Erwin Müller und Hermann Klein, die mit großem Einsatz und vorbildlicher Arbeit zum Gelingen des Baus beigetragen hatten. Endlich gab es eine fest gemauerte Gerätehütte, die aber auch als Raum für Festivitäten genutzt werden konnte. Später wurden dann noch eine Küchenzeile und ein Tresen eingebaut.

Bild 006 Tennisanlage

In den Jahren 1982 und 1983 wurde der Bau eines 3. Tennisplatzes verwirklicht. Die Einweihung erfolgte am 10. September 1983. Jetzt konnte man endlich dem großen Ansturm auf der Tennisanlage gerecht werden. Im gleichen Jahr wurde die erste Damenmannschaft gemeldet.

Eine zweite Herrenmannschaft folgte im Jahr 1992, Juniorinnen im Jahr 1993, Herren 40 im Jahr 1995 und Junioren im Jahr 1996.

Bild 007: Damenmannschaft 80er-Jahre (von links: Trainer Hermann Klein, Anke Bauer, Elisabeth Braun, Brigitte Ludwig, Inge Litterer, Karin Lochmahr, Sandra Lochmahr, Gabi Schädler, Trainer Hans Herwerth)

Bild 008: Vereinsmeisterschaften (von links: Maria Dreiseitel, Manfred Konrad, Brigitte Weimar, Jürgen Weimar, Gudrun Kreischer, Klaus Kreischer, Karin Lochmahr, Dieter Schiffler, Gabi Schädler, Sibylle Schiffler, Inge Hauser, Hermann Klein, Annemarie Plitz, Hans Peter Plitz)

Immer wieder hatte man mit dem Hochwasser zu kämpfen. In den Jahren 1990, 1993 und 1994 stand das Wasser bis zur Tennishütte. Besonders verheerend waren die Schäden bei dem Hochwasser im Jahr 1993. Immer wieder war der Einsatz der Tennismitglieder gefragt, um die Tennisplätze wieder bespielbar zu machen.

Bild 009: Hochwasserschäden 1993

Im Jahr 2000 konnte die Abteilung Tennis des TSV Heinsheim bereits ihr 25-jähriges Jubiläum feiern. Passend zum Jubiläumsjahr hatten die Herren 1, die Herren 2 und die Damenmannschaft den Aufstieg in die nächste Klasse geschafft und somit einen weiteren Grund zum Feiern geboten.

In den Jahren 2002 und 2003 waren wieder Baumaßnahmen auf der Tennisanlage angesagt. Es gab erneut viele Widerstände zu überwinden, vor allem seitens des Wasserwirtschaftsamtes und der Baurechtsbehörde. Aber schließlich konnte man sich auf eine Lösung einigen, nämlich die Tennishütte aufzustocken. Ein lang gehegter Wunsch der Tennismitglieder konnte in die Tat umgesetzt werden, denn endlich wurden im Erdgeschoß Toiletten und eine Umkleidekabine gebaut, während im oberen Stock ein heller luftiger Gastraum entstand. Der Einbau einer Küche, eines Tresens und eine moderne Bestuhlung machten die Sache perfekt. Bei den Bauarbeiten ging der Abteilungsleiter Manfred Konrad mit fachlicher Kompetenz und viel Beharrlichkeit voran und viele fleißige Helfer folgten ihm. Mehr als 2 000 freiwillige Arbeitsstunden mussten abgeleistet werden, um das Tennisheim, so wie es heute dasteht, zu vollenden. Während die Männer fleißig beim Ausbau anpackten, waren die Frauen für das leibliche Wohl verantwortlich.

Bild 010 Umbau

Bild 011 Umbau

Bild 012 Umbau

Am 20. Juli 2003 konnte bei einem „Tag der offenen Tür“ mit Sommerfest die Heinsheimer Bevölkerung den gelungenen Umbau begutachten und mit den Tennismitgliedern die Einweihung des Tennisheims feiern.

Bild 013 Sommerfest Bernd Paulmann

Bild 014 Sommerfest

Bild 015 Sommerfest

Seit 2004 wird jedes Jahr fleißig an der Verschönerung der Außenanlagen gearbeitet. Eine Boule-Bahn, Umrandungen der Tennisplätze, Wege und neue Zäune sind nur Beispiele der vielen Erneuerungen.

Bild 016: Arbeitseinsatz

Bild 017: Arbeitseinsatz

Der Sportbetrieb hat stetig zugenommen. So wurden im Jahr 2010 folgende Mannschaften zu den Medenspielen gemeldet:

Herren                2. Bezirksklasse

Herren 30           2. Bezirksliga

Herren 55           2. Bezirksliga

Damen                1. Kreisklasse

Damen 40           1. Bezirksklasse

Junioren U 18   1. Bezirksklasse

Junioren U 16   1. Bezirksklasse

 

Mannschaftsbilder

Bild 18a Damen und Damen 40 (von links: Jens Baier, Brigitte Ludwig, Gabi Lutz, Karin Neuwirth, Melanie Krauter, Nicole Scherbenske, Vorne: Sandra Münz, Marion Menges, Gerlinde Scherbenske, Meike Menges, Katharina Fischer, Karin Lochmahr. Es fehlen: Anke Hess, Heike Gregory)

Bild 18b Aktuelle Herrenmannschaften und Auftiegsbild 2007 (von links: Manfred Konrad, Alexander Lang, Timo Loncaric, Benny Schiedt, Sebastian Kraus, Normann Sigmann, Dirk Micola, Christoph Abel, Hans Feth, Bernd Paulmann, Boris Hartmann, Kinder: Lukas Konrad, Josefine Abel)  

Bild 18c Herren 55 (von links: Jürgen Weimar, Günter Lutz, Albert Krauter, Dieter Schulz, Dieter Schiffler, Vorne: Gernot Schädler, Hans Herwerth, Wilfried Hofmann, Norbert Lang)

 

 

 

 

 

 

 

Die Abteilungsführung

Bild 018: Abteilungsleitung (von links: Manfred Konrad, Bruce Richards, Gabi Lutz, Christoph Abel, Brigitte Ludwig, Anja Richards, Dirk Spengler)

Abteilungsleiter chronologisch

Jahr

1. Abteilungsleiter

2. Abteilungsleiter

1975

Erwin Müller

n.b.

1976

Erwin Müller

Gerhard Bauer

1977

Erwin Müller

Gerhard Bauer

1978

Erwin Müller

n.b

1979

Erwin Müller

Hans-Peter Plitz

1980

Erwin Müller

n.b

1981

Erwin Müller

n.b

1982

Hermann Klein

Michael Schiedt

1983

W. Schädler

Hermann Klein

1984

Norbert Lang

Hermann Klein

1985

Norbert Lang

Hermann Klein

1986

Norbert Lang

Hermann Klein

1987

Norbert Lang

Hermann Klein

1988

Norbert Lang

Hermann Klein

1989

Norbert Lang

Hermann Klein

1990

Waldemar Blas

Hermann Klein

1991

Waldemar Blas

Manfred Konrad

1992

Waldemar Blas

Manfred Konrad

1993

Waldemar Blas

Michael Gysinn

1994

Waldemar Blas

Michael Gysinn

1995

Waldemar Blas

Uwe Fischer

1996

Waldemar Blas

Uwe Fischer

1997

Manfred Konrad

Bernd Paulmann

1998

Manfred Konrad

Bernd Paulmann

1999

Manfred Konrad

B Paulmann/R Rath

2000

Manfred Konrad

Bernd Paulmann

2001

Manfred Konrad

Bernd Paulmann

2002

Manfred Konrad

Bernd Paulmann

2003

Manfred Konrad

Bernd Paulmann

2004

Manfred Konrad

Bernd Paulmann

2005

Manfred Konrad

Bernd Paulmann

2006

Manfred Konrad

Bernd Paulmann

2007

Manfred Konrad

Bernd Paulmann

2008

Manfred Konrad

Bernd Paulmann

2009

Manfred Konrad

Christoph Abel

 

Tennis und mehr….

Neben dem Tennisspielen in der Medenrunde waren in den mehr als drei Jahrzehnten des Bestehens der Tennisabteilung des TSV viele andere Aktivitäten angesagt.

In den 90er-Jahren gab es regelmäßig Straßen- und Gerümpelturniere auf der Tennisanlage. Aktive Tennisspieler, Freizeitspieler und Nicht-Tennismitglieder haben sich zu Mannschaften zusammengefunden und jeweils eine Woche lang um einen Wanderpokal und um die Ehre gekämpft. Ob es beispielsweise die Nachtigallen-, West-, Gundelsheimer- oder Kesselwiesenstraße war, alle Beteiligten hatten ihren Spaß. Sinn und Zweck dieser Aktionen war, die Heinsheimer Bevölkerung für den Tennissport zu begeistern und neue Mitglieder zu gewinnen.

Bild 019: Karibische Nacht

Viel Zuspruch und Begeisterung fanden auch immer die Sommerfeste unter einem bestimmten Motto. Ob Karibische Nacht, Italienische oder Türkische Nacht – der Vergnügungsausschuss ließ sich immer etwas Originelles einfallen.

Beim Fitness-Dreikampf bzw. Heinsheimer Fitness-Triathlon in den Jahren 1995 bis 1998 und 2000 kamen die Sportler von nah und fern, um sich sportlich zu messen. Die Organisation und Durchführung war für die Tennisabteilung eine große Aufgabe, die Dank der vielen Freiwilligen immer prima bewältigt wurde.

Bild 020: Kindertriathlon zum Ferienprogramm der Stadt Bad Rappenau

Die Tennissaison läuft von Mai bis spätestens Oktober. Damit man sich über Winter nicht ganz aus den Augen verliert, wird schon viele Jahre lang ein Ausflug in der tennisfreien Zeit organisiert.

Anfangs waren es Wanderungen in die nähere Umgebung nach Bad Wimpfen, Hohenstadt, Bad Rappenau und ins Fünfmühlental, danach folgten Ausflüge auf den Katzenbuckel, nach Karlsruhe und zuletzt nach Esslingen. In Karlsruhe stand die Besichtigung der Brauerei Höpfner und in Esslingen der Sektkellerei Kessler auf dem Programm.

Bild 020a: Katzenbuckel

Bild 020b: Katzenbuckel

Nach der Medenrunde, entweder zu Beginn oder am Ende der großen Ferien, heißt es schon seit 1999 „Pack die Badehose ein und hol das Zelt heraus. Wir wollen campen gehen!“

Begonnen hat alles mit einer Kinderfreizeit im Hirschfeldpark. Ein paar Tenniskinder mit Betreuern machten sich per Fahrrad auf nach Oedheim zum Hirschfeldpark. Dort wurde ein Wochenende lang zünftig gecampt.

Im Jahr darauf war die Radtour schon länger, und man fuhr zum Breitenauer See, um dort auf dem idyllisch gelegenen Campingplatz einige schöne, ereignisreiche Tage zu erleben.

Bild 021 Breitenauer See

Bild 021a Breitenauer See

Bild 022 Breitenauer See

Im Laufe der Zeit hat sich die Kinderfreizeit zu einer Familienfreizeit entwickelt, bei der Jung und Alt viel Spaß miteinander haben. In Obersulm sind wir immer willkommen auf der Tennisanlage, um ein paar Trainingseinheiten zu absolvieren. Ansonsten ist Schwimmen im Breitenauer See, Tretboot oder Kajak fahren oder nur Faulenzen angesagt. Gemeinsames Kochen und Spülen stehen ebenso auf dem Programm wie Gesellschaftsspiele bis in die Nacht.

Während der Wintersaison findet jeden Dienstagabend von 19 bis 20 Uhr eine Fitnessgymnastik statt. Nach dem Motto Fit durch den Winter hilft Übungsleiterin Tanja Abel über die tennisfreie Zeit hinweg. Unter dem gleichen Motto treffen sich jeden Mittwoch fußballbegeisterte Tennisspieler und AH-Fußballer ab 20 Uhr zum Hallenfußball in der Josef-Müller Halle. Alle TSV-Mitglieder sind herzlich eingeladen, bei der Gymnastik und dem Hallenfußball mitzumachen.

Bild 023 Fitnessgymnastik

Bild 024 Fitnessgymnastik

Alles in allem: Immer wieder schön!

 

Herausforderung Tennisanlage….

Alljährlich, sobald der Schnee geschmolzen ist und die Tage milder werden, ruft der Abteilungsleiter zum Arbeitseinsatz auf die Tennisanlage.

Viele fleißige Helfer sind jedes Jahr nötig, um die Tennisplätze bespielbar zu machen. Der alte Sand muss abgetragen werden, um dann neuen Sand wieder aufzubringen. Anschließend heißt es die Plätze walzen, wässern und auf Sonnenschein hoffen, damit die Plätze hart werden.

Sind dann die Netze wieder angebracht, fliegen auch schon bald die ersten Bälle darüber und die Tennissaison kann starten.

Aber auch die Zäune, Wege und Grünanlagen rund um die Tennisplätze erfordern jedes Jahr viel Pflege. Dank dem unermüdlichen Einsatz der Tennismitglieder wird die Tennisanlage immer schöner.

Tennisjugend

Bereits in ganz jungen Jahren der Tennisabteilung hatten wir einige Kinder und Jugendliche, die von unseren Aktiven Hermann Klein, Martina und Hans Litterer Trainerstunden erhielten. 1993 konnten wir dann auch erstmals zwei Jugend-Mannschaften zu den Medenspielen melden.

Eine Mädchen-Mannschaft AK 1 und eine Jungen-Mannschaft AK 4. Zwei Jahre blieben diese Mannschaften bestehen. Ab der Saison 1995–1997 spielten dann nur noch unsere Jungs.

Danach hatten wir fast 10 Jahre Stillstand bei den Jugendlichen. Erst in der Saison 2006 waren die Jungs wieder soweit und die Tennisabteilung konnte eine U12-Mannschaft melden.

Diese Mannschaft spielt bis heute fast unverändert und sehr erfolgreich – mittlerweile U18.

Bild 025 U18 (von links: Dennis Neuwirth, Tim Neuwirth, Felix Fuchs, Simon Jörg)

In der Saison 2010 sind wir wieder in der glücklichen Lage, mit zwei Junioren-Mannschaften in die Medenrunde einzugreifen. Zu der Jungendmannschaft U18 haben wir noch eine U16-Mannschaft gemeldet.

Bild 026 U16 (von links, hinten: Jan Weimar, Alexander Menges, Florian Dreiseitel, Fabian Jörg; vorne: Chazz Richards)

Seit nahezu 20 Jahren können sich die Jugendlichen bei Jugendvereinsmeisterschaften und die Kleineren bei einer Miniolympiade messen. Bei den älteren Kindern steht der sportliche Ehrgeiz im Vordergrund, während die Kleinen die ganze Sache noch spielerisch sehen. Geht es allerdings an die Verteilung der Pokale am Ende der Spiele, dann werden die Augen immer ganz groß.

Auf unserer Anlage tummelt sich während der Sommersaison eine beachtliche Anzahl von Kindern und Jugendlichen, die von unseren Jugendtrainern ein altersgerechtes Tennistraining erhalten.

 

Weitere Bilder:

 

Bild 027 Freizeitgruppe (von links: Joachim Hess, Günter Lutz, Bernd Paulmann, Matthias Parthe, Bruce Richards, Hans Peter Ludwig; vorne: Rüdiger Pohl, Stefan Hauck, Gerlinde Scherbenske)

Bild 028 Damen 2 (von links: Gabi Lutz, Anke Holzwarth, Hermann Klein, Rosi Haubert, Brigitte Weimar Vorne: Anja Rath, Ina Ludwig, Karin Neuwirth)

Bild 029 Weihnachtsfeier ehemalige Herren 40 (von links, Michael Schiedt, Jürgen Weimar, Waldemar Blas, Albert Krauter, Günter Lutz, Dieter Schiffler, Dieter Schulz; vorne: Andreas Frank, Gernot Schädler, Hans Herwerth, Bernd Paulmann)

Bild 030

 

 

 

Von der alten Kelter bis zu Josef-Müller-Halle

 

Von der alten Kelter bis zur Josef-Müller-Halle

Ganz selbstverständlich werden heute die Plätze und Räume ausschließlich für den Sport genutzt, ohne daran zu denken, auf und in welchen Provisorien die hiesigen Pioniere für ihre sportlichen Erfolge trainierten.

Erstes Quartier für die Turner und Schwerathleten war die alte Kelter neben der katholischen Kirche, die von Gründungsmitglied August Osterberger zur Verfügung gestellt wurde. Doch die Freude war nicht von langer Dauer, denn der Einsturz des Daches 1924 machte diesen Übungsraum unbrauchbar. Gleich zweifach hilfreich sprang Baron Wilhelm von Racknitz in die Bresche. Zum einen konnten die Athleten im Schafstall des Schlosses neu unterkommen und zum anderen stellte er das Gelände des heutigen Hauptplatzes beiden Vereinen zur Verfügung.

Bild 001: Bleichwiesen - Heinsheim um 1930

Die Fußballer, die oft auf der sogenannten Schafsweide, einem unebenen holprigen Flecken hinter der Burg Ehrenberg, trainiert hatten – zwei Bohnenstangen mit einem gespannten Seil dienten als Tor –, durften an fünf Tagen die Woche, Turn- und Kraftsportler an zwei Tagen das neue Sportgelände benutzen. Doch zuvor musste die sogenannte Bleichwiese, damals ein schräg abfallender Platz, in Eigenarbeit eingeebnet werden. 1934 wurde das Spielfeld mit Holzstangen eingezäunt und der Bau des Sporthäuschens in Angriff genommen.

Bild 001a: Sportgelände 1939

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gehörte das Sportgelände zu den teilenteigneten Ländereien der freiherrlichen Racknitzschen Güter, und am 10. November 1950 wurde dieses von der Badischen Landessiedlung GmbH in Karlsruhe und der Gemeinde Heinsheim an den VfB Heinsheim verkauft.

Die neugegründete Kraftsportabteilung bekam den alten Übungsraum im Schafstall vom Schloss von Wilhelm von Racknitz wieder zur Verfügung gestellt.

 

 

 

Die alte Josef-Müller-Halle

1954 nahm ein bedeutendes Vorhaben, der Bau einer Turnhalle, allmählich Gestalt an. Leider sahen die finanziellen Voraussetzungen für die Verwirklichung gar nicht rosig aus. 5.000 DM Eigenkapital mussten nachgewiesen werden, um in den Genuss finanzieller Vergünstigungen zu kommen. Doch woher nehmen und nicht stehlen? Der damalige Kassier Karl Grauf erinnert sich, wie von Haus zu Haus gegangen wurde, um von den Einwohnern just jenen Betrag in Form eines zinslosen Darlehens zu sammeln. Tatsächlich blieb die erbetene Hilfe nicht aus. Noch viel erfreulicher aber war, als nach fünf Jahren die Beträge zurückbezahlt werden sollten, dass viele Geber auf diese Rückzahlung gänzlich verzichteten.

Bild 002: Postkarte von 1956

1955 konnte endlich mit dem Bau der Turnhalle begonnen werden, und obgleich der TSV alleiniger Bauherr war, beteiligte sich die gesamte Bevölkerung durch Spenden und tatkräftigen Arbeitseinsatz. Schon während der Bauzeit zeigte der Neckar seine Kraft und legte die Bauarbeiten – wie später immer wieder auch den Sportbetrieb – für gewisse Zeiten lahm. Nach fünf Jahren hatten sich all die Mühen gelohnt, und die neue Halle konnte ihrer Bestimmung übergeben werden. Neben den Mitgliedern des TSV standen die neuen Räumlichkeiten fortan auch dem Schulsport zur Verfügung. Als im Dezember 1964 Bürgermeister und TSV-Vorstand Josef Müller überraschend verstarb, erhielt die Turnhalle zu Ehren des Mannes, der fast vierzig Jahre lang die Geschicke des Vereins vorbildlich geleitet hatte, seinen Namen.

Bild 003: Kirchweih um 1960

1963 bekam der Sportplatz eine neue Umzäunung und drei Jahre später eine Drainage. Der intensive Sportbetrieb machte 1969 eine Erweiterung des Geländes notwendig. Das benachbarte gemeindeeigene Grundstück wurde als zusätzliches Spielfeld hergerichtet.

Am Ende des darauffolgenden Jahres schloss der TSV mit der damals noch selbstständigen Gemeinde Heinsheim einen Vertrag, der die Verwaltung und Bewirtschaftung sowie alle finanziellen Beteiligungen der Gemeinde an den anfallenden Kosten regelte.

Genau zwanzig Jahre nach dem einstigen Baubeginn der Halle zeigte es sich, dass da und dort Ergänzungen notwendig wurden. In mehreren Bauabschnitten bekamen die Gewichtheber mehr Raum, WC- und Duschanlagen wurden angebaut und installiert und ein Küchenbereich geschaffen. Nach wieder fünf Jahren waren die Baumaßnahmen abgeschlossen.

Als Erwin Müller 1982 den Vorsitz des TSV übernahm, war klar, dass es dem Verein nicht länger gelänge, den drückenden Schuldenberg aus eigener Kraft abzutragen. Längst schon befand sich Heinsheim unter der Obhut der städtischen Verwaltung von Bad Rappenau, doch vorgenannter Vertrag hatte auch über die Eingemeindung hinaus Bestand. Der TSV beantragte deswegen eine Erhöhung der seinerzeit beschlossenen Beteiligung.

Nach ausgesprochen zähen Verhandlungen brachte schließlich der Beschluss des Gemeinderates zusammen mit der Entscheidung in der Hauptversammlung des TSV die Lösung. Ab dem 1. Juli 1984 galt: Eine umfassende Nutzungsverfügung und die Verwaltung wie auch die volle Unterhalts- und Instandhaltungspflicht für die Halle gehen im Rahmen eines Nießbrauchsrechtes für vorerst 35 Jahre auf die Stadt Bad Rappenau über. Sämtliche Gebäudeteile waren in den Vertrag mit eingeschlossen, ausgenommen der Bereich des Sportheimes und der darüber liegenden Wohnung.

Damit nun allerdings nach diesem geänderten Nutzungsrecht der Sportbetrieb, insbesondere die gastwirtschaftliche Betreuung von Spielern und Zuschauern, sichergestellt werden konnte, waren Veränderungen im Sportheimbereich unumgänglich. Zwei Möglichkeiten wurden letztendlich ausgearbeitet: eine sogenannte kleine und eine große Lösung.

Bei der kleinen Lösung hätte die Stadt Bad Rappenau die gesamten Baukosten in Höhe von etwa 105.000 Mark getragen; neben einer eigenen Küche wäre dabei lediglich ein kleiner Vorratsraum in einem kleinen Anbau integriert worden. Das Sportheim selbst hätte ca. 40 Personen Platz bieten können.

Gut dreimal so vielen Menschen bot dagegen die große Lösung bequemen Aufenthalt. Dafür aber waren weitreichende Umbaumaßnahmen notwendig, die durch die Stadt lediglich bezuschusst würden. Die Verlagerung der Küche und des Vorratsraumes zöge eine umfangreiche Änderung des Eingangsbereiches nach und auch die WC-Anlagen erführen eine Neuanordnung. Fast viermal so hoch sollten dann die Kosten klettern, und nur der Nachweis einer regen Mitarbeit durch die Mitglieder, um durch Eigenleistung die Finanzierung zu unterstützen, gäbe grünes Licht für dieses Bauvorhaben. Denn gerade diese zu leistende Eigenarbeit gab auch die Gewähr, bei der Wahl der großen Lösung ohne erneute Bauschulden für den Verein etwas Eigenes zu schaffen. Damit konnte auch der Verzicht auf das Nutzungsrecht für die Josef-Müller-Halle gegenüber der Vereinsgeschichte gerechtfertigt werden.

Bild 004 Umbau Gaststätte

Bild 005 Richtfest Gaststätte

Obwohl es ganz offensichtlich war, dass die kleine Lösung den nötigen Raum kaum bieten konnte und ein zukünftiger Platzmangel vorprogrammiert sein musste, sprach sich fast die Hälfte der auf der Mitgliederversammlung Anwesenden dafür aus. Ganze zwei Stimmen mehr konnten die Befürworter der großen Lösung auf ihrem Konto verbuchen. Das knappe Abstimmungsergebnis ließ das Aufflackern protestierenden Widerstandes vermuten, und es häuften sich – trotz schriftlicher Zusage kameradschaftlicher Mithilfe – ein ums andere Mal die Absagen der Helfer. Um so erfreulicher was es, dass eine große Anzahl von Mitgliedern mit ihrer unentgeltlichen Mithilfe dazu beigetragen hat, dass die große Lösung auch ohne neue Schuldenlast fertiggestellt werden konnte.

Aus heutiger Sicht war dies die einzig richtige Entscheidung, tragen insbesondere die Miete und Pacht aus der vereinseigenen Gaststätte und Wohnung auch heute noch entscheidend zur Finanzierung des TSV Heinsheim bei. Damals aber schufen insbesondere diese Einnahmen die finanzielle Grundlage für die Neugestaltung der Josef-Müller-Halle. Auch wenn wir hin und wieder auch Pech mit dem einen oder anderen Pächter hatten und dabei auch finanzielle Rückschläge erlitten, war und ist unsere Vereinsgaststätte eine Erfolgsgeschichte und ein wichtiger Teil unseres Vereinslebens. Mit einer umfassenden Renovierung der Gasträume, der Neugestaltung der großen Terrasse und der geschmackvollen Dekoration, präsentiert sich unser "Vereinsheim" mit einer ansprechenden Optik, in der man sich wohl fühlt. Ein ausgewogenes Speisen- und Getränkeangebot gewährleistet, dass das leibliche Wohl nicht zu kurz kommt - bei größeren Festlichkeiten, einem familiären Restaurantbesuch oder einfach nur nach dem Sport.

 

 

 

Die neue Josef-Müller-Halle

Mitte der 90er-Jahre nahmen nach und nach die Sanierungsmaßnahmen bei der Josef-Müller-Halle überhand, und sowohl die Stadt Bad Rappenau als auch der TSV Heinsheim hatten den Wunsch, die alte Halle durch eine neue funktionellere Halle zu ersetzen. Nach zähem Ringen um den Standort konnten sich die Vereinsverantwortlichen um den damaligen Vorstand Erwin Müßig durchsetzen: Das neue Schmuckstück sollte an der gleichen Stelle erbaut werden, an der bereits die erste Josef Müller stand. Mit der Unterstützung aller Heinsheimer Vereine wurden die anstehenden Detailfragen geklärt. Zwei entscheidende Punkte mussten nach Meinung der Heinsheimer in der neuen Halle mit eingeplant werden. Mit einer integrierten, festen Bühne sollte das neue Bauwerk nicht nur als Sport-, sondern auch als Festhalle genutzt werden und zum zweiten waren die Heinsheimer Gewichtheber inzwischen in der 2. Bundesliga angelangt. Ein leistungsgerechter Trainingsraum war zum Erhalt des Erreichten unbedingt nötig.

Am 16. August 1999 war es dann soweit: Mit einem Baggerbiss durch Bürgermeister Gerd Zimmermann endete ein großes Stück alter Tradition für den TSV Heinsheim.

Bild 006 und Bild 007 Bilder vom Baggerbiss

Nach ca. 16 Monaten Bauzeit wurde die neue Fest- und Sporthalle unter großer Teilnahme der Heinsheimer Bevölkerung seiner Bestimmung übergeben. In Erinnerung an den ehemaligen TSV-Vorstand, Bürgermeister der Gemeinde Heinsheim und entscheidenden Initiator der alten Sporthalle erhielt auch die neue Halle den Namen „Josef-Müller-Halle“.

Bild 008 - Bild 012a

Genau wie das erweiterte Sportheim, die Sport- und Tennisanlagen steht auch die neue Fest- und Mehrzweckhalle als Symbol einer gemeinsamen Arbeit und großer Zusammengehörigkeit aller Heinsheimer. Nutzen wir also die Einrichtungen in diesem Sinn und stellen sie in den Mittelpunkt des sportlichen und geselligen Lebens, gleichgültig, ob überragende Erfolge gefeiert werden oder schmerzliche Niederlagen zu verkraften sind.