Die Abteilung Fußball

Die Chronik der Abteilung

Nach der Gründung des Turn- und Kraftsportvereins im Jah­re 1911 war Fußball noch kein Thema in Heinsheim. Dies änderte sich erst nach dem 1. Weltkrieg, als viele der entlas­senen deutschen Kriegsgefangenen die Begeisterung für den Fußball aus England mitbrachten. Um 1920 wurde daher eine Fußballabteilung an den TSV angegliedert. Die Begeisterung blieb aber nicht ungetrübt, es gab Spannungen zwischen den Abteilungen. Dies führte 1922 schließlich zur Abspaltung und Gründung eines neuen Vereins, dem VfB Heinsheim. Grün­dungsmitglieder waren Konrad Holzwarth, Gustav Bergtold und Josef Müller, der zu der Zeit sicherlich noch nicht ahnte, welche bedeutende Rolle er später für den Verein und die Ge­meinde spielen würde.

Gleich nach der Gründung des VfB meldete man eine Mann­schaft und trat in der C-Klasse im damaligen Gau Hohenlohe an. Man sammelte in erster Linie Erfahrung und belegte zum Ende der Saison 1923 den letzten Platz. Im zweiten Jahr lief es schon viel besser, und man belegte einen zweiten Platz. Gegner waren damals Vereine aus Kochendorf, Neckarsulm, Oedheim aber auch schon Züttlingen. Im dritten Jahr war es dann soweit, man wurde Meister der C-Klasse und stieg auf in die B-Klasse.

01 Festdamen anlasslich des 5 jahrigen VFB Jubilaums im Juli 1927Festdamen anlässlich des 5 jährigen VFB Jubilaums im Juli 1927

Als Aufsteiger brachte man dann das Kunststück fertig, mit einem hervorragenden zweiten Platz gleich noch mal auf­zusteigen und fand sich ab 1927 in der A-Klasse wieder. Diese Erfolge sorgten natürlich auch für Begeisterung bei der Heinsheimer Dorfjugend für den Fußballsport, sodass noch im selben Jahr eine Jugendabteilung ins Leben gerufen wurde so­gar eine Sängerabteilung hinzu. Im Jahr 1929 kam es dann zu einer kurzen Unterbrechung des Spielbetriebs. Nach einem Spielabbruch gegen Gemmrigheim und anschließenden Strei­tigkeiten mit den Verbandsverantwortlichen des Gau Hohen­lohe wurde die Mannschaft zurückgezogen. Bis zum Neustart 1930 im Gau Elsenz wandten sich die Spieler mit einigem Er­folg der Leichtathletik zu.

Ab 1930 trat man in der A-Klasse des Gau Elsenz an und wur­de im ersten Jahr gleich Vizemeister. Ab 1931 wurden die A-Klassen Elsenz und Neckar zusammengelegt und man belegte unter den 14 Mannschaften einen 4. Platz. Die Mitglieder Wil­helm Müller, Karl Müller, Jakob Brell und Otto Scherz schlos­sen sich zu einer Vereinskapelle zusammen und waren fortan fester Bestandteil des Vereinslebens.

VereinskapelleVereinskapelle

Im darauffolgenden Jahr wurde man Meister der A-Klasse Elsenz/Neckar und gewann gegen den Heidelberger A-Klassen-Meister Oftersheim die Kreismeisterschaft. Warum der hierdurch errungene Aufstieg in die damalige Kreisliga II nicht zustande kam, lässt sich heute nicht mehr genau sagen. Vermutlich haben aber wohl finanzielle Gründe eine Rolle gespielt.

02 Meister der Kreisklasse 1935Meister der Kreisklasse 1935

Im Jahr 1932 wurde das 10-jährige Bestehen des VfB gefei­ert und das dreiblättrige Kleeblatt am Trikot wurde nicht nur Symbol des Jubiläumsjahres, sondern blieb es auch fortan für den Heinsheimer Fußball. Im Jahr 1933 wurde man Vizemeis-ter hinter Eberbach. Nicht ganz freiwillig wurden im Februar 1934 unter lokalpolitischem Druck die beiden Heinsheimer Sportvereine zum TSV Heinsheim zusammengeführt. Josef Müller wurde der erste Vorstand des neuen Vereins. Sportlich belegte man in den weiteren Jahren stets vordere Plätze in der A-Klasse, 1936 (Abteilungsmeister), 1937 und 1939 wurde man jeweils Meister der A-Klasse, dann wurde wegen des he­rannahenden Krieges und der vielen zur Wehrmacht eingezo­genen Spieler der Spielbetrieb eingestellt.

04 30 jahriges Jubilaum des VfB30 jähriges Jubiläum des VfB

Schon im Oktober 1945, also nur fünf Monate nach Kriegsende, wurde der Verein VfB Heinsheim 1922 mit Zustimmung der Besatzungsmacht neu gegründet. Erster Vorstand wurde Karl Brell. Da andere Heinsheimer Vereine noch nicht so weit wa­ren, schlossen sich Sänger und die Damensportgruppe dem VfB an. Weil damals Handball im Freien gespielt wurde, gab es sogar eine Damenmannschaft. Im Jahr 1947 rollte dann der Fußball wieder regelmäßig. Man war dem Bezirk Neckar-Tau­ber zugeordnet und hatte es in der A-Klasse mit Gegnern wie Mosbach, Eberbach, Limbach, Neckarelz, Wertheim und Lau­da zu tun. Am Ende war man zusammen mit Mosbach punkt­gleich Tabellenführer, verlor aber das Entscheidungsspiel um die Meisterschaft knapp mit 2:3. Ab dem Jahr 1949 wechselte man wieder in den württembergischen Bezirk Unterland.

Ab dem Jahr 1949 begann man wieder im Württembergischen in der B-Klasse Kocher/Jagst zu spielen, blieb aber dem Ba­dischen Fußballverband untergeordnet. Auf Anhieb wurde man Meister und schaffte den Aufstieg in die A-Klasse. Im Jahr 1951 schaffte man als überlegener A-Klassenmeister den Aufstieg in die damalige Bezirksliga. Man feierte im Jahr 1952 das 30-Jährige Bestehen des VfB mit einem umfang­reichen Festprogramm. In der Bezirksliga belegte man zum Saisonende 51/52 einen hervorragenden 3. Tabellenplatz. Durch die Umstrukturierung der Fußballbezirke im Jahr 1953 (Auflösung Bezirksliga, Einführung der 1. und 2. Amateur-liga, sowie Bildung einer C-Klasse) wurde der VfB wieder der A-Klasse zugeordnet, hatte aber nach wie vor zwei Staffeln unter sich.

Dank des großen persönlichen Engagements des damaligen Bürgermeisters und VfB-Vorstandes Josef Müller kam es 1954 zum Zusammenschluss des VfB mit dem erst 1950 ge­gründeten Kraftsportverein zum neuen TSV Heinsheim 1911 e.V.

Vor allem der anstehende Hallenbau verband nun alle Heins­heimer Sportler in einem gemeinsamen Verein. Auch als TSV blieben die Heinsheimer Fußballer überaus erfolgreich. So wurde man 1957 Pokalmeister der A-Klasse und nahm an der Aufstiegsrunde zur 2. Amateurliga teil. Leider verlor man das entscheidende Spiel gegen die TG Heilbronn in Jagstfeld. Bis 1968 spielte man ununterbrochen in der A-Klasse Unterland mit einigen sehr guten Platzierungen. Doch trotz allem Ein­satz kam 1969, nach 19 Jahren in der A-Klasse, der Abstieg in die B-Klasse.

05 D Jugend 1965D Jugend 1965

Dank der guten Jugendarbeit gab es keine Nachwuchssorgen für die Aktiven und man konnte trotz des Abstiegs weiterhin optimistisch nach vorn blicken. Unser Sportgelände bekam einen Trainingsplatz mit Flutlichtanlage. Nach der Vizemeisterschaft 1970 (die Reserve wurde Meister) gelang im 60-jäh­rigen TSV Jubiläumsjahr die Meisterschaft und der erneute Aufstieg in die A-Klasse. Gemeinsam mit den anderen Mit­gliedern des Vereins nahm man am dreitägigen Ausflug nach Berlin, von dem mancher der Älteren heute noch gerne berich­tet, teil. Es folgt das 50-jährige Jubiläum der Fußballabteilung im Jahr 1972.

Trotz des relativ schnellen Wiederaufstiegs kam nie mehr die Konstanz der 60er-Jahre in die Leistung der Aktiven. Man wur­de Herbstmeister und stieg nach einer katastrophalen Rück­runde fast noch ab. Im Jahr 1975 war der erneute Abstieg in die B-Klasse nicht mehr zu vermeiden. Ab 1979 gab es erneut eine Reform der Ligen. Es wurden die beiden Amateurligen abgeschafft und durch die Landes- bzw. Verbandsliga ersetzt. Die A-Klasse hieß nun Bezirksliga, die B-Klasse in der der TSV spielte wurde Kreisliga A und die C-Klasse zur Kreisliga B. Ansonsten blieben die Leistungen der Heinsheimer Kicker eher Mittelmaß und kamen immer öfter in Abstiegsnöte. 1982 konnte man in letzter Minute den Abstieg noch verhindern, doch 1985 musste man nun doch den Gang in die unterste Klasse antreten. Dies war sicher für viele der Altgedienten bit­terer als für manchen der aktiven Fußballer selbst.

In der Kreisliga B dauerte es bis 1991, ehe man endlich unter der Regie von Norbert „Nobbes“ Lang den Aufstieg in die Kreisliga A schaffte. Gleichzeitig schaffte auch die Reserve die Meisterschaft, sodass die Freude besonders groß war. In den Jahren 1991 bis 1997 blieb man jedoch Mittelmaß in der Kreisliga A und erreichte als bestes Ergebnis einen 8. Tabellen­platz. Da mittlerweile einige der etablierten Stammspieler ihre Karriere beendeten, konnte man 1997 die Klasse nicht mehr halten und musste wieder in die Kreisliga B absteigen. Unter Wilfried „Hoffie“ Hofmann gab es einen Neuanfang und nach drei Jahren im Jahr 2000 gelang auch wieder der Aufstieg. Vor allem in den Saisons 2001/02 und 2002/03 spielte man mehr als nur gut mit und belegte unter Trainer Walter Freppan in 2002 einen hervorragenden 3. Tabellenplatz. Leider hielt das Hoch nicht lange an und nach und nach kam man wie­der den Abstiegsrängen näher. Auch Trainerwechsel nützten nichts, 2005 ging es wieder runter in die Kreisliga B, wo wir seitdem bis heute durchgängig spielen. Dank einer deutlichen Verjüngung und auch Erweiterung des Kaders spielt man seit Jahren immer um den Aufstieg mit. In den entscheidenden Spielen fehlt dann aber immer der letzte Tick, um sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen. Auch in der Saison des Jubilä­umsjahres werden wir das Ziel Aufstieg wieder fest ins Visier nehmen, um uns allen damit das schönste Jubiläumsgeschenk zu machen.

1. Intersport Kicker Trainings Camp

"Kinder trainierten im Zeichen der WM in Südafrika!" unter diesem Motto veranstalteten wir 2010 auf unserem Sportgelände unser 1. Intersport Kicker Camp, welches ein „Riesenerfolg“ war. Mit diesem Event holten wir das WM Feeling aus Südafrika für alle fußballbegeisterten Kinder im Alter zwischen sechs und 14 Jahren nach Heinsheim. Hierfür wurden die Teilneh­mer mit einer Trainingsausrüstung in den Nationalfarben Südafrikas ausgestattet. Jeder Trainingstag begann mit einer Warm-up Choreographie zu afrikanischen Rhythmen. An­schließend fand ein Wechsel zwischen gezielter Technik- und Koordinationsschulung sowie der Anwendung des Gelernten im Wettkampf statt. Dabei sorgten die anwesenden DFB-Li­zenztrainer für ein begeisterndes Trainingsklima und vermit­telten den Kindern Spaß und Freude am Fußball.

06 Begeisterung beim 1. Intersport Kicker Camp 2010Begeisterung beim 1. Intersport Kicker Camp 2010

Die Highlights der dreitägigen Veranstaltung bildeten die Schussgeschwindigkeitsmessung, der Dribbelwettkampf, die Krönung des Elfmeterkönigs, die Mini-Fußballweltmeister­schaft und das Spiele-Fest zum Abschluss, bei dem Eltern oder Geschwister um die Wette punkteten.

Den Kindern sowie den Trainern und Betreuern haben die 3 Tage super viel Spaß bereitet, sodass dieses Event seitdem jährlich angeboten wird

Gauditurnier

Erstmals 2005 fand am Jugendturnier-Samstagabend ein Gaudi-Turnier statt. Nach dem Ende der Jugendturniere wurde die Idee neu aufgegriffen und das Gauditurnier findet wieder regelmäßig am Samstagabend des Trainingscamps statt. Daran können alle Heinshei­mer, Ehemalige und Vereinsmitglieder ab 14 Jahre mit einer Mannschaft teilnehmen. Die Mannschaften sind bunt ge­mischt. Sie kommen von TSV-Abteilungen, Wirtschaftsteams (Thekenmannschaften), Frauen- und Mädchenmannschaften bis hin zu Heinsheimer Vereinen und Familienteams. Da geht es dann meist sehr lustig zu, denn es heißt ja nicht umsonst Gauditurnier. Hier steht der Spaß im Vordergrund und der sportliche Erfolg nur an zweiter Stelle.

07 gemischtes Teilnehmerfeld beim Gauditurniergemischtes Teilnehmerfeld beim Gauditurnier

An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an alle Helfer (Küche, Ausschank, Kaffee und Kuchen), Schiedsrichter und Eltern, die uns jedes Jahr und bei sämtlichen Veranstaltungen ganz toll unterstützen. Ohne ihre Hilfe wären solche Aktivi­täten nicht möglich.

Ausflüge/Freizeitaktivitäten

Der letzte „echte“ Ausflug liegt zwar mittlerweile schon ein paar Jahre zurück, aber stattdessen organisieren wir Kurzaus­flüge, Stadionbesuche, Wanderungen oder auch einfach nur ein gemütliches Fest mit unseren Familien und Fans.